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Kia Ora, wie man hier in Neuseeland zu sagen pflegt. Im folgenden Blog
berichte ich immer mal wieder, was es hier so Neues gibt.
18.10.2008:
Ja, es gibt uns noch. Es war
ziemlich ereignisreich hier
unten in den letzten Wochen und
Monaten, so dass wir nicht mehr
wirklich dazu gekommen sind uns
zu melden, geschweige denn die
Website zu updaten.
Das Beste mal gleich zu erst, es
wird Sommer! Endlich mal wieder
hell morgens und abends. Das
erste BBQ kann auch nicht mehr
lange dauern. So viel haben wir
dann aber wegen dem
Wetter nicht machen können, ein
paar Tagesausflüge (siehe
Photos)
und ansonsten ist der Alltag
eingekehrt. Wir genießen unser
schickes Haus sehr und jeder
Abend fühlt sich fast wie Urlaub
an mit dem Blick aufs Meer. Wenn
alles gut geht in Dunedin, dann
werden wir wohl hier in dem Haus
bleiben bis wir wieder zurück
nach Deutschland kommen. Die Arbeit macht
Spaß und es ist viel zu tun. Richtig
genial ist, dass ich dieses
Wochenende noch für
knapp drei Wochen nach Europa
fliege, erst nach Schottland und
dann noch ein paar Tage in
Deutschland. Nicht das beste
Timing, da meine Eltern
einen Monat später schon auf dem
Weg nach Neuseeland sind, aber
mal wieder zu Hause zu sein ist
ja auch nicht schlecht. Ist ja
nun
schon knapp 2 Jahre her! Ich
hoffe, dass ich noch
ein paar Freunde in Hamburg
treffen werde, aber da ist wohl schon
irgendwas geplant. In Schottland
habe ich gleich mal zwei Jobs
zu erledigen, einen in Glasgow
und einen in
Edinburgh für eine Woche lang. Ein Wochenende
müsste ich noch Zeit haben um mir
Schottland ein wenig anzusehen.
Schon komisch, dass ich es nie
geschafft habe mal von Deutschland
nach Schottland zu kommen
und nun fliege ich aus
Neuseeland dahin. Wie gesagt, der
Job macht Spaß und ist fordernd,
und das Unternehmen wächst auch
stetig. Die Kollegen sind
alle cool und mit einigen
unternehme ich auch privat
einige Dinge. Mal sehen, wie es
da weitergeht.
Unsere Tagesausflüge waren
z.B. nach Brighton und zu den
Moreaki Boulders. Bei den
Boulders waren wir ja schon das
eine oder andere Mal, sind aber
immer wieder lustig und die Ecke
an sich ist sehr schön. Und so viele
Pinguine wie dort haben wir
sonst noch nie gesehen. Außerdem
haben die da noch ein sehr
geniales Fischrestaurant!
Ansonsten haben wir noch einige lange
Strandspaziergänge unternommen,
aber das wird im Sommer ja noch
besser sein.
Da ich ja nun in einer Firma mit
Farm Consultants zusammen
arbeite, muss ich ja auch
wenigstens die Grundlagen vom
farming verstehen. So waren wir
auf einer Farm eines Freundes
und haben beim "lamb tailing"
geholfen. Mal was ganz
anderes... aber sehr
interessant. Mit einem anderen
Kollegen habe ich einige
Milch-Farmen besucht und die
eingesetzte Technik erklärt
bekommen und auf einer
Hirsch-Farm war ich nun auch
schon. Schon alles sehr
professionell hier! Und das
Beste ist dann ja, dass wir z.B.
Fleisch direkt bekommen können,
hmmm! Da Kanninchen hier als
Plage gelten, habe ich auch bei
der Jagd mitgeholfen und konnte
mal meine Tontauben-Schießkünste
unter echten Bedingungen testen
- hat ganz gut geklappt. Es ist
wirklich kaum zu glauben, wie
viele Hasen (und Opossums) es
hier gibt!
Die Basketballsaison ist nun
vorbei und wir sind 3. geworden.
Letztlich etwas entäuschend, da
wir die ganze Saison eigentlich
gut gespielt haben, dann aber im
Halbfinale ausgeschieden sind.
Anyway, gibt Schlimmeres und so
ernst nehme ich das eh nicht
mehr. Jetzt, da es wieder wärmer
und heller ist, gehen wir öfter
mal laufen. Direkt hier in
MacAndrew Bay gibt es ein paar
richtig schöne Strecken, wenn
auch alle sehr hügelig.
Skilaufen war ich auch noch ein
Wochenende, dieses Mal in Treble
Cone bei Wanaka mit ein paar
Kollegen von Jennifers Arbeit.
War richtig lustig, leider
hatten wir aber einen Tag
schlechtes Wetter. Ansonsten
fangen wir nun auch wieder an
Golf zu spielen und hatten schon
ein paar schöne Tage auf dem St.
Clair und anderen Golfplätzen
hier in Dunedin und Umgebung.
Zur Weihnachtsfeier in meiner
Firma werden wir wohl auch erst
mal Golf spielen und dann
irgendwo schick essen
gehen. Weihnachtsfeier im Sommer,
daran habe ich mich immer noch
nicht gewöhnt. Apropos
Weihnachten, über Weihnachten
und Silvester haben wir dieses
Jahr ja nun leider keinen Besuch
und so fahren wir über die Tage
in die Marlborough Sounds und
machen noch mal schön Urlaub da
oben.
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27.07.2008:
Nach etwas längerer Sendepause
wird es endlich mal wieder Zeit
für ein Lebenszeichen… Wie ja
schon letztens angekündigt,
stand mal wieder ein Umzug vor
der Tür. Der Umzug an sich war
sehr schnell erledigt, mit einem
kleinen Transporter und der
Hilfe von ein paar Freunden war
in zwei Stunden das Gröbste
getan. Danach begann dann die
etwas mühseligere Arbeit mit
Auspacken und gemütlich
einrichten. Da wir darin aber
schon sehr geübt sind, hatten
wir es im Handumdrehen wieder
sehr gemütlich. Wir fühlen uns
sehr wohl in diesem Haus und
finden es das Schönste von den
bisher drei Häusern in denen wir
nun schon hier gelebt haben. Nun
freuen wir uns auf dem Sommer,
um die geniale Lage erst so
richtig auskosten zu können.
Genau an Jennifers Geburtstag
habe ich dann meine Master
Thesis abgegeben und so gab es
gleich zwei Sachen zu feiern.
Nachdem Jennifer an dem Tag
zufälligerweise noch eine
Golfstunde hatte und ich sie auf
die Driving Range begleitet
hatte, waren wir im Anschluss
richtig schick essen.
Nun hatte ich Zeit, mich so
richtig auf die Jobsuche zu
stürzen und außerdem auch noch
die Abschlusspräsentation
vorzubereiten. Die
Abschlusspräsentation war dann
Mitte Juni und ich habe das
komplette Projekt noch einmal
für meinen Supervisor, die Chefs
vom MBA und den CEO des Klienten
zusammengefasst und präsentiert.
Die Fragen konnte ich scheinbar
auch einigermaßen beantworten,
da das Feedback schon mal ganz
gut war.
Ach ja, das Thema war "Carbon
Trading - The Forestry Sector in
the New Zealand Emission Trading
Scheme". Wer Interesse an dem
Thema hat, ich kann gerne eine
Kopie schicken...
In derselben Woche war ich dann
auch gleich mit der Jobsuche
erfolgreich. Ich hatte mich bei
der Suche erst mal auf Dunedin
beschränkt und ein Consulting
Unternehmen war sehr
interessiert an meiner Thesis
und dem Potential, dieses Thema
in ihr Unternehmen zu
integrieren. Für mich klang das
auch sehr interessant und seit
dem 23. Juni hat dann der Ernst
des Arbeitslebens wieder
begonnen.
Einerseits habe ich mich ja
schon drauf gefreut, wieder mit
Leuten zusammen arbeiten zu
können und nicht zu Hause zu
sitzen und an einem Report zu
schreiben, aber an das täglich
frühe aufstehen, wollte ich noch
gar nicht denken. Aber erst mal
hatte ich ja noch eine Woche
Urlaub und Jenni hatte sich noch
zwei Tage frei genommen. Das
Wetter war zu der Zeit auch
richtig super und so haben wir
einige Stunden auf
unterschiedlichen Golfplätzen
verbracht und waren ein bisschen
auf unserer Halbinsel unterwegs,
wo sogar ein kleiner Blue
Penguin unseren Weg kreuzte
(siehe
Photos). Apropos Wetter...
climate change is happening! Der
Winter ist hier bisher extrem
warm, so dass wir bisher nicht
einmal richtig Skilaufen gehen
konnten und auf kälteres Wetter
in den kommenden Wochen hoffen.
Dieses Wochenende hat es
eigentlich nur geregnet und ich
hoffe mal, dass es in den Bergen
ordentlich geschneit hat!
Positiv war, dass wir so in den
letzten Wochen noch viel draußen
machen konnten, z.B.
Strandspaziergänge, Golfen oder
Fahrradtouren. Aber nun wäre es
auch mal cool, wenn wir ein
Wochenende Skilaufen gehen
könnten!
Ich arbeite ja nun schon wieder
seit einem Monat und bisher ist
es auch ok, muss aber mal sehen,
wie sich das weiterhin
entwickelt. Der Vertrag ist erst
mal für drei Monate, aber mit
der Absicht, dann Jahresverträge
anzuhängen. Richtig angestellt
bin ich nämlich nicht, sondern
habe mich als Consultant
selbständig gemacht (relativ
normal hier). Wenn ich bzw. ich
und meine Firma genügend
Klienten finden, dann kann das
schon recht lukrativ sein, aber
eine permanente Anstellung hat
natürlich auch was für sich. Wie
gesagt, mal sehen wie sich die
kommenden zwei Monate entwickeln.
Neben der ganzen Arbeit ist aber
immer noch genug los. Ganz
großes Highlight war letztens
das Rugbyspiel im Rahmen der
Tri-Nations - Neuseeland „All
Blacks“ gegen die Südafrika
"Springboks" hier in Dunedin.
Das Stadium war ausverkauft und
die Stimmung war riesig. Leider
hatten die „All Blacks“ knapp
verloren. Nach kurzem Ärger, der
sich in herumfliegenden
halbvollen Bierdosen äußerte,
ging die Party dann trotzdem
los. Jede Bar und jeder Pub war
proppevoll und die Taxifahrer
waren gefragt ohne Ende. Bevor
es aber in die Stadt ging, sind
wir gleich nach dem Spiel noch
zu einem Kumpel, dessen Firma
eine Corporate Box im Stadium
hat. Schon nicht schlecht solch
eine Box, schön warm darin und
dann noch free booze, wie man
hier so schön sagt! Leider gibt
es die Firma im kommenden Jahr
nicht mehr…
Ansonsten sind wir diese Woche
mal zu einer Theatervorstellung
gegangen. Hörte sich ganz witzig
an, war ein Comedy - „Dirty
Dusting“. Drei alternde
Büroputzfrauen, in Nähe des
Rentenalters, die durch jüngeres
Personal ersetzt werden sollten
und auf die Idee kamen, mit
Telefonsex Geld zu machen. Die
Idee entstand, als jemand
irrtümlicherweise die Nummer von
diesem Büro anwählte…
Britischer Humor at its best!
Ein weiterer Grund zum feiern
war dann auch das Ergebnis
meiner Master
Thesis, so dass das
obligatorische Freitagsbierchen
nach der Arbeit dieses Mal etwas
länger gedauert hat. Nun ist der
MBA also wirklich komplett
abgeschlossen, obwohl die
Graduation dann erst im Dezember
ist. Die hätte ich nun auch
schon im August machen können,
aber im Dezember ist das Wetter
ja nun eindeutig besser und
außerdem werden meine Eltern
wohl tatsächlich mal nach
Neuseeland kommen und so können
wir dann zusammen hier feiern!
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28.04.2008:
Es gibt mal wieder ein paar
Neuigkeiten aus Neuseeland von
uns zu berichten.
Die wichtigste Entscheidung für
uns war dabei ja erst mal, was
wir denn nach meinem Studium
machen. Ende Mai soll es dann ja
auch endlich mal abgeschlossen
sein und von mir aus könnte die
Master Thesis auch schon vorher
fertig sein… aber das ist ein
anderes Thema. Uns gefällt es ja
wirklich gut hier unten und
daher hatten wir uns Anfang
dieses Jahres für die permanente
Aufenthaltsgenehmigung hier in
Neuseeland beworben. Neben
Unmengen an Papierkram (Hut ab
Jennifer!) wurde uns das auch
als ziemlich langwieriger
Prozess geschildert, aber siehe
da… nun sind wir schon
Halb-Kiwis geworden. Die
Regelungen sind hier etwas
komisch… also, wir haben nun
zwei Aufkleber im Pass, einer
ist die permanent Residency,
welche (Überraschung) ein Leben
lang gültig ist. Der andere
Aufkleber ist das Returning
Visa, welches einem erlaubt,
wieder in Neuseeland
einzureisen, wenn man mal raus
möchte. Und dieses Visum ist nun
erst mal für zwei Jahre, bis
April 2010, gültig. Nach den
zwei Jahren muss man sich dann
auf eine Erneuerung dieses
Visums bewerben und wenn das
klappt, dann ist auch das ein
Leben lang gültig. Das würde
bedeuten, wir könnten jederzeit
in Neuseeland ein- und
ausreisen, arbeiten und hier
leben, auch wenn wir
zwischendurch erst mal ein paar
Jahre wieder in Deutschland
gelebt haben sollten. Um diese
Visa zu bekommen, müssen wir nun
aber die nächsten zwei Jahre
hier in Neuseeland leben und so
ganz einfach ist uns die
Entscheidung dabei ja nicht
gefallen. So ganz um die Ecke
ist es ja leider nicht und wir
vermissen Familie und Freunde
schon ganz schön! Wir haben uns
aber trotzdem dafür entschieden,
noch 2-3 Jahre hier unten
ranzuhängen und der Plan so weit
ist, danach nach Hamburg zu
gehen.
Nachdem wir diese Entscheidung
getroffen hatten, mussten wir
dann ja mal sehen, was wir dann
hier unten nach dem Studium
machen. Dunedin gefällt uns
super, Jennifer hat es wirklich
gut getroffen mit ihrem Job und
schließlich hat ihr Arbeitgeber
ja auch die ganzen Visa-Kosten
übernommen. Wir versuchen daher,
hier in Dunedin zu bleiben und
für mich heißt es nun bald,
einen Job zu finden und das wird
wohl nicht ganz so einfach
werden. In Wellington oder
Auckland sieht es da schon ganz
anders aus und wenn es nun gar
nicht klappen sollte, dann
müssen wir halt mal schauen.
Bisher bin ich aber noch ganz
optimistisch, dass ich auch hier
einen guten Job finden werde.
Ende Mai werden wir dann auch
noch mal umziehen, macht ja so
einen Spaß! Ne, aber unsere
jetziges Haus ist doch ganz
schön teuer und wir haben ein
tolles kleines Haus knapp 10
Kilometer von Dunedin gefunden,
was dann auch noch sehr viel
günstiger ist. Wir hatten schon
eine ganze Zeit in der Gegend
geschaut und vor knapp zwei
Wochen ging dann alles plötzlich
ganz schnell. Also noch ein
Grund für mich, hier einen Job
zu finden. Ein weiterer Grund
für den Umzug ist, dass unser
jetziges nicht wirklich die
beste Unterkunft für den
kommenden Winter sein würde. Im
neuen Haus ist eine Heatpump
installiert und wir haben auch
wieder einen Kamin, so kann der
Winter kommen. Apropos, bisher
ist das Wetter immer noch super,
heute waren es knapp 20 Grad
hier in Dunedin, aber es kann
wohl nicht mehr lange dauern,
bis die Temperaturen
runtergehen. Da habt ihr es ja
besser… Wir überlegen auch
deswegen immer noch ein wenig,
doch noch für ein paar Wochen im
Sommer/Spätsommer nach
Deutschland zu kommen und mal
wieder überall hallo zu sagen
und ein paar Dinge zu regeln,
aber neben den Kosten müssen wir
dann ja auch erst mal die Zeit
dafür haben. Mal wieder hängt
das auch von meinen neuen Job
ab. Wenn das nicht klappen
sollte, so überlegen meine
Eltern Ende des Jahres nach
Neuseeland zu kommen, so dass
wir gemeinsam meine Graduation
feiern können. So richtig mit
Robe und Hut, wird bestimmt
lustig.
Zuerst muss ich aber wie gesagt
ja noch mein Studium abschließen
und so langsam aber sicher nimmt
die Thesis Form an. Diese Woche
treffe ich mich mit meinem
Supervisor und der Firma, für
die ich den Report anfertige und
dann weiß ich ja hoffentlich
mehr.
Ansonsten gibt es nicht viel
Neues zu berichten, die
Basketball Saison hat wieder
angefangen und das erste
Saisonspiel haben wir mit zwei
Punkten verloren… das muss
besser werden. Letztes
Wochenende war ich mal wieder
mit einem Kumpel Golfen und wir
haben tatsächlich alle 18 Löcher
in gut 3 Stunden geschafft, es
wird langsam besser. Jennifer
fängt am kommenden Wochenende
auch einen Golfkurs an, 6
Wochenende lang, mal sehen ob es
ihr gefällt. Tontaubenschießen
wird auch besser, letzten war
ein ClubDay an dem wir bei
herrlichem Wetter in 5er Gruppen
auf 75 völlig neue Ziele
geschossen haben. Neu in dem
Sinne, dass die Tontauben nicht
wie immer an einem
vorbeifliegen, sondern diesmal
die wildesten Kurven usw.
vollziehen. Ein Beispiel – der „rabbit“
bei dem die Tontaube von dem
Katapult aus über den Boden
rollend weggeschossen wird, sehr
schnell übrigens. Hat richtig
Spaß gemacht und es gab sogar
eine Schrotflinte zu gewinnen,
wir waren aber nicht
erfolgreich. Also nicht nur
Studium und Arbeit hier unten,
aber das wäre ja auch
langweilig.
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10.04.2008:
Über die Osterfeiertage spielte das Wetter hier super mit und somit
wurde der Mount Cook tatsächlich zu
unserem Ausflugsziel. Am Karfreitag
sind wir nach gut vierstündiger
Fahrt im Mt. Cook Village angekommen
und haben uns für drei Nächte ein
Zimmer im Hotel „The Hermitage“ im
zehnten Stock mit Panoramablick zum
Mt. Cook gemietet. An dem Tag
schauten wir uns die Umgebung noch
etwas an und unternahmen kleinere
Wanderungen. Die Wanderung zum
Tasman Glacier Lake hatte sich
richtig gelohnt. Der milchig trübe
Gletschersee mit seinen Eisbrocken
und der Bergkulisse drum herum sah
schon richtig super aus! Allerdings
konnten wir den Anblick nicht all zu
lange genießen, da Jennis „kleine
Freunde“ wieder ankamen – die
Sandflys. Echt kleine lästige
stechende Fliegen! Den Abend haben
wir dann mit einer Sauna ausklingen
lassen. Der nächste Tag war leider
sehr bewölkt und wir konnten
überhaupt nichts mehr von den Bergen
sehen. Wir machten aber das Beste
daraus, Wanderungen im Wald mit
Vogelbeobachtung. Am Nachmittag sind
wir mit dem Auto noch zum Lake
Pukaki gefahren, wo es eine sehr
seltene Vogelart zu beobachten gibt
– den Black Stilt! Der Ostersonntag
war dann wie aus dem Bilderbuch,
blauer Himmel und Sonne pur und das
so um die 20 Grad. Was will man
mehr… Dies waren die besten
Voraussetzungen für den
dreieinhalbstündigen Hooker Valley
Track. Der Track führt über zwei
Hängebrücken und immer entlang des
Hooker Rivers bis hin zum Hooker
Lake. Eine super Wanderstrecke mit
toller Umgebung. Und weil uns das
noch nicht gereicht hat, haben wir
noch den einstündigen Kea Point Walk
gemacht, von wo aus wir ebenfalls
einen genialen Blick auf den Mt.
Cook hatten und die Mueller
Gletscher. Danach hat es aber
gereicht… Abends waren wir lecker im
Hotel „A la card“ essen. Mmmh, das
war lecker!!! Ostermontag machten
wir uns wieder auf den Rückweg nach
Dunedin. Diesmal aber mit einem
kleinen Umweg über den Dansey’s Pass
zum Taieri River, da ich noch Angeln
wollte. Und außerdem lohnt sich der
kleine Umweg sowieso, da die Strecke
über den Pass super Ausblicke
bietet. Nun aber wieder zum Angeln –
ich war nämlich erfolgreich, drei
Forellen! Nachdem die Sonne
untergegangen war, haben wir uns
aber endlich auf den Rückweg
gemacht, da wir noch zwei Stunden
Fahrt vor uns hatten…
Hier in Dunedin ist ansonsten wieder
der Alltag eingekehrt. Jenni
arbeitet und ich versuche meine
leidige Thesis fertig zu bekommen.
Es stockt gerade ein wenig, aber
muss ja...
In einer Woche fängt dann für mich
wieder die Basketballsaison an. Die
letzten Wochen hatten wir viel
Training, da wollen wir mal sehen,
ob sich das auch gelohnt hat. Die
Mannschaft ist ziemlich gleich
geblieben im Vergleich zum Vorjahr,
so kennt man sich nun schon etwas
besser.
Am Wochenende gehen wir dann zu
Gary's Geburtstag golfen und Pizza
essen und am Sonntag ist Clubtag im
Schießclub. William und ich wollen
da mal hin um zu sehen, wie denn die
anderen Mitglieder so alle drauf
sind und vielleicht treten wir dann
ja auch ein. Es wird wohl den ganzen
Tag in allen möglichen Disziplinen
geschossen und am Ende des Tages
kann man dann sogar eine
Schrotflinte gewinnen! Das wäre ja
was... es gewinnt übrigens nicht der
beste Schütze, sondern es wird eine
Nummer gezogen und derjenige, der so
viele Treffen wir die Nummer hat,
der gewinnt.
Letztes Wochenende war auch sehr
lustig, Karl und ich haben uns auf
ein Bier getroffen und Jason kam
kurzfristig dazu und hat uns in
seine Box beim Rugby eingeladen! Das
war natürlich mal super und die
Highlander haben sogar ihr erstes
Spiel der Saison gewonnen. Nach
einigen Drinks ging es dann noch ins
Casino zum Black Jack spielen,
diesmal keine Gewinne, aber auch
keine Verluste.
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19.03.2008:
So viel ist in letzter Zeit gar nicht passiert hier...
nachdem ja nun alle
Weihnachts-Besucher wieder weg
waren, kam gleich die nächste
"Anmeldung" und ein alter Bekannter
aus Schleswig-Holstein kam mit einem
Kumpel für zwei Tage vorbei. Nun
wird es ja langsam aber sicher
doch Herbst hier und von daher wird
es das wohl mit dem Besuch erst mal
gewesen sein. Diese Woche können wir
uns aber ganz und gar nicht
beschweren, da die Temperaturen hier
wieder über 20 Grad gestiegen sind
und jeden Tag die Sonne scheint.
Wenn das über Ostern auch noch
so bleibt, wäre das super, da
Jennifer und ich da ein paar Tage
wegfahren wollen. Wir wissen noch
nicht genau wohin und machen es auch
wetterabhängig, aber Mount Cook
steht ganz oben auf der Liste.
Die Master Thesis nimmt ansonsten so
langsam Form an und ich habe immer
noch das Ziel, Ende April damit
fertig zu sein... bin ja mal
gespannt. Das Thema "Carbon Trading"
ist aber wirklich sehr interessant
und mit etwas Glück finde ich
ja später auch einen Job in der
Richtung. Apropos, Jennifer und ich
haben nun ziemlich sicher
beschlossen, noch ein paar Jahre
hier zu bleiben. Es könnte noch am
Visa scheitern, den Antrag haben wir
letzte Woche abgeschickt, aber
eigentlich sollte es damit keine
großen Probleme geben. Für mich geht
dann in Kürze auch die Jobsuche los,
die generelle Situation in
Neuseeland ist ganz
vielversprechend. Ob ich allerdings
einen guten Job in Dunedin finde...
das ist schon eher die Frage, da die
meisten größeren Unternehmen doch in
Wellington, Christchurch und
Auckland sind. Wellington und
Christchurch wäre ja noch ok, aber
Auckland muss dann doch nicht
unbedingt sein. Jenni's Firma hat
glücklicherweise Büros in fast allen
größeren Städten in Neuseeland und
so wäre das für sie wohl kein
größeres Problem, den Ort zu
wechseln. Wenn alles nach Wunsch
laufen sollte, würde ich aber etwas
Tolles in Dunedin finden und wir
würden hier bleiben. Im Moment
überlegen wir , ob wir vor
meinem neuen Job noch mal nach
Deutschland kommen, da es danach ja
wohl etwas kompliziert werden könnte
mal eben für ein paar Wochen nicht
da zu sein, aber mal sehen, ob das
klappt.
Ansonsten hat hier die Basketball
Saison wieder angefangen und es
macht wieder richtig Spaß zu
spielen. Die Punktspiele fangen dann
Ende April an, also noch etwas Zeit,
um wieder in Form zu kommen und die
neuen Mitspieler kennen zu lernen.
Zusätzlich spiele ich in letzter
Zeit auch immer mal wieder Golf und
habe nun sogar meine eigene
Ausrüstung. Nachdem ich einen
Wochenendkurs über die Uni gemacht
habe, klappt es nun auch schon ganz
gut und alleine in Dunedin sind
schon fünf Golfplätze, also genug
Abwechslung. Hier ist es übrigens
überhaupt kein Problem auf einen
Golfplatz zu kommen und die Preise
sind sehr niedrig, besonders für
Studenten. Nun muss ich nur noch
Jennifer davon überzeugen, es auch
mal ernsthaft zu versuchen und dann
können wir mal zusammen eine
Runde Golfen gehen. Ein weiteres
neues Hobby ist Tontaubenschießen...
kein Witz. Das kann jeder hier
machen und zusammen mit einem
Kommilitonen gehe ich nun jeden
Montag auf den Schießplatz und wir üben
ein oder zwei Runden. Es macht Spaß,
ist mal was ganz anderes und so
langsam treffen wir schon ganz gut!
Wie ihr seht, es ist also eine Menge
Freizeitstress angesagt, aber
ansonsten würde es ja auch
langweilig werden.
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04.02.2008:
Mensch nun habe ich ja lange nichts mehr geschrieben! Mal
überlegen, was in der Zwischenzeit
so alles passiert ist... ok fangen
wir mal mit dem Studium an. Das
letzte Modul mit Vorlesungen ist
geschafft und nun steht "nur" noch
die Master Thesis aus und dann war
es das auch schon, die Zeit rast nur
so! Die Kurse im letzten Modul waren
alle sehr interessant und dies Modul
war auch mit Abstand mein
Lieblings-Modul. Zum einen hatten
wir die International Business Week
mit vielen interessanten Sprechern
und Themen und zum anderen mussten
wir die so genannte Life Case Study
durchführen. Dies dient als
Vorbereitung für die jetzt folgende
Master Thesis, nur das man die Life
Case Study im Syndicate macht und
die Thesis dann ja alleine. Wir
hatten Glück als Syndicate, da wir
einen sehr interessanten Fall
zugewiesen bekommen haben. Wir
sollten einen strategischen 3-5
Jahresplan für eine kleine Dunedin
Firma entwickeln und so konnten wir
dann endlich mal die ganzen Sachen
anwenden, die wir im letzten Jahr
gelernt hatten. Der Klient und auch
der MBA waren sehr zufrieden mit dem
Ergebnis und so war das ein
perfektes Ende für das akademische
Jahr. Ab Mitte Dezember hatten wir
dann nämlich einen Monat Urlaub!
Jennifer hat in ihrer Firma auch so
lange Urlaub bekommen und so konnten
wir uns dann mal so richtig Zeit
nehmen, uns dieses tolle Land
anzusehen. Wie schon erwähnt kamen
dann ja noch ein paar Freunde aus
Deutschland rüber und so mussten wir
das nicht mal alleine machen,
sondern waren in einer schönen
großen Gruppe unterwegs.
Das Timing war super - Matten und
Sünne, unsere ersten Besucher, kamen
an dem Tag an, an dem ich meine
letzte Präsentation hatte und die
letzten kamen dann am letzten
Arbeitstag von Jennifer hier unten
an. An dem Tag war gleich
mehrfacher Grund zu feiern, zum
einen war es die Abschlussparty vom
MBA und zum anderen war es Gesas
Geburtstag! Viele Kommilitonen
schreiben die Master Thesis im
Ausland oder aber ersetzen die
Thesis durch ein Auslandssemester
und so war es der letzte Abend
zusammen. Schon traurig, dass nun
viele weg sind, da man sich in dem
einen Jahr doch schon recht gut
kennengelernt hat und so neue Freunde
gefunden hat. Den Tag nach der Feier
haben wir alle ganz ruhig
angehen lassen (warum nur...) und
haben uns später noch Dunedin
und die Otago Peninsula angesehen.
Neben Pinguinen und Seelöwen haben
wir noch die Albatrosse gesehen
und ich glaube allen hat Dunedin
genauso gut gefallen wie Jennifer
und mir auch. Dann ging es auch
schon los auf die große Tour! Erste
Station waren die Catlins, wo wir
uns wie abgesprochen alle in
der gleichen Unterkunft
wiedergefunden haben. Insgesamt
waren wir nämlich mit drei Autos
unterwegs und so war die
Koordination manchmal nicht ganz
einfach, aber wie wir dann gemerkt
haben, auch nicht wirklich
kompliziert. Neben Wasserfällen und
weiteren ersten Highlights haben wir
abends wieder Pinguine am
Petrified Forest beobachten können.
Dies ist ein versteinerter Wald, der
darauf schließen lässt, das
Neuseeland einmal Teil des
Riesenkontinents Gondwana war. Ach
ja und tagsüber hatten wir doch
tatsächlich mal Regen. Wie sich
im Laufe des Urlaubs aber herausstellen
sollte, hatten wir ansonsten (mal
wieder) wahnsinniges Glück mit dem
Wetter, vielleicht noch einen oder
zwei weitere Regentage und das war
es dann auch schon!
Wie auch immer, am nächsten Tag ging
es weiter nach
Stewart Island, wo wir zwei Übernachtungen hatten. Ein Teil der
Reisegruppe ist erst gar nicht mit
hingekommen oder ist nur einen Tag
geblieben. Wir haben es aber im
Nachhinein nicht im Geringsten bedauert, dort länger
geblieben zu sein. Ganz im Gegenteil, es war eins der
absoluten Highlights! Neben angeln,
wandern, BBQ und Vögelbeobachtungen
konnte man in dem tollen Haus super
relaxen und wir hatten einen tollen
Blick übers Wasser. Die Kiwi Tour,
die wir eigentlich noch machen wollten,
war leider ausgebucht und auch im
ganzen restlichen Urlaub haben wir
dann keinen einzigen Kiwi zu Gesicht bekommen!
Dafür aber eine Unzahl an neuen
Vogelarten, das hat etwas
entschädigt. Nach drei Tagen auf
Stewart Island und Unmengen an
selbst geangeltem Blue
Cod ging es weiter Richtung
Milford Sound und Te Anau. Auch
diese Ecke von Neuseeland ist
einfach wunderschön und obwohl die
West Coast ja auch Wet Coast genannt
wird, da es dort eigentlich immer
regnet, hatten wir nur
Sonnenschein. So hatten wir eine
tolle Tour über den und zum Milford
Sound und für mich war es auch mal
interessant, die Gegend ohne Regen
zu sehen. Beim letzten Besuch hat es
nämlich ordentlich geschüttet, was
aber auch ok war, da dann tausende
von kleinen Wasserfällen die Berge
runtergekommen sind. Der Weg zum
Milford Sound war auch super, da zu
der Zeit eine Unmenge von lila
Blumen blühen (den Namen habe ich
schon wieder vergessen...), aber da
sagen die Photos, denke ich mal, mehr
als Worte. Über Queenstown ging es
dann weiter nach Haast und zu den
Gletschern. In Queenstown mussten
wir dann schon Dani verabschieden,
die sich wieder auf den
Rückflug nach Deutschland gemacht
hat. So war leider erst einmal
die erste lustige Doppelkopfrunde
gesprengt und eine neue sollte erst
wieder in Wellington zusammen kommen...
Henryk und Pauli waren zu der
Zeit schon einen Tag vor uns unterwegs und
hatten in Queenstown den
obligatorischen Bungeesprung gemacht.
Das Video und die Photos sahen schon
cool aus! Nach Queenstown waren die Gletscher unser nächstes Ziel. Matten, Sünne und ich hatten uns
allerdings
gegen eine Gletschertour entschieden.
Dafür hatten Jenni, Gesa, Gisi, Henryk und
Pauli einen genialen Heli-Hike
bei wieder mal tollem Wetter.
Weiter ging es über Harihari nach
Hokitika und dann nach
Punakaiki zu den Pancake Rocks. Die Hokitika Gorge
auf dieser Strecke ist übrigens einen
lohnenden Besuch wert. Der
Fluss ist dort durch bestimmte
Mineralien türkisblau gefärbt und
sah einfach nur super aus. Ja und
dann war auch schon Heiligabend und
so haben wir uns alle in Nelson
wieder getroffen und unser
Weihnachts-Luxus-Apartment bezogen.
Die Unterkunft war wirklich spitze,
nur leider war das Wetter diesmal
nicht so doll und bewölkt. Unser
Weihnachts-BBQ ist damit ausgefallen,
dafür haben wir dann alle schön
zusammen gekocht und ordentlich
Geschenke ausgetauscht. Gerade an
den Tagen hat es wirklich ungemein
geholfen, dass wir nicht alleine
hier unten waren und nicht mit der
Familie feiern konnten! Am 1.
Weihnachtstag sind dann einige nach
Nelson in die Stadt gefahren, Pauli,
Jennifer und ich sind aber einfach
an den Strand nach Rabbit Island
gefahren und haben uns an den Strand gelegt und mal nüscht gemacht...
sehr genial! Denn am nächsten Tag
war das faulenzen auch schon wieder
rum und es ging zwei Tage in den
Abel Tasman National Park. Am ersten
Tag sind wir gute 23 Kilometer
gewandert und nach 8-9 Stunden waren
wir dann auch ganz gut platt. Kaum
waren wir am Campingplatz angekommen
und hatten unser Gepäck gefunden, da
sah man auch schon dicke Regenwolken
kommen und wir haben lieber schnell
die Zelte aufgebaut, bevor wir
baden gehen wollten... aber daraus
wurde dann nichts. Statt eines
Regenschauers kam ein 15minütiger
Hagelschauer runter! Kaum zu glauben,
da der ganze Tag eigentlich richtig
schön warm war. Nun ja, danach war
es auf jeden Fall ziemlich kalt
und außer Dagmar war niemand so
richtig drauf vorbereitet gewesen,
aber zum Glück hatten wir einige
Alkoholreserven eingesteckt, die dann
gemütlich am Lagerfeuer vertilgt
wurden. So wurde der Abend noch
richtig lustig und gefroren hat
auch keiner mehr. Am nächsten Tag
ging es dann mit einiger Verspätung
per Kajak zurück nach Marahau. Die
Paddeltour war richtig super, wir
haben Neuseeländische Seehunde
gesehen (und gerochen!) und zwei von
denen hätten fast Gesa und Gisi aus
dem Kajak gehauen. Sowohl die
Wanderung als auch die Kajaktour
führte vorbei an malerischen Buchten
mit türkisem Wasser, umgeben vom
Regenwald... schon wirklich eine
tolle Ecke. Der einzige Minuspunkt
war, dass es ziemlich voll war und
man eine Menge anderer Leute
getroffen hat, aber nun ja. Ich
glaube, alle anderen waren dann aber auch
froh, die Paddeltour hinter sich
gebracht zu haben, denn das ging ganz
schön auf die Arme. Da aber am Tag
vorher die Beine und Füße dran
waren, war das eigentlich ok. Abends
haben sich die verschieden
Autogruppen wieder getrennt und
wir sind gleich nach Picton in die
Marlborough Sounds gefahren.
Die Marlborough Sounds sind mit
Stewart Island zusammen ja definitiv
meine Lieblingsgegenden in
Neuseeland! Matten und Sünne hatten
dann leider Pech bei Ihrer
Delphinschwimmen Tour (wie Gesa und
Gisi dann später auch, die sind dann
aber noch runter nach Kaikoura
gefahren und da war dann alles
super!), aber dann ging es am
kommenden Tag auch schon los auf den
Queen Charlotte Track. Dieses Mal
waren wir mit Mountainbikes
unterwegs und die kommenden zwei
Tage waren eindeutig die
anstrengendsten Tage der ganzen Reise...
im Prospekt stand ja was von
"intermediate" und teilweise "expert"...
und so war es dann auch. Die
Steigungen waren schon echt heftig,
aber wenigstens wurde man auf
dem Gipfel immer mit wunderschönen
Ausblicken über die Sounds rechts
und links belohnt. Und obwohl so
einiges geflucht wurde auf der Fahrt,
sind wir nun glaube ich alle froh
und stolz diesen Ritt überstanden zu
haben! Sünnes Sturz ist zum Glück
auch glimpflich abgelaufen und so
hatten alle nur einen ordentlichen
Muskelkater. Ja und dann war es auch
schon Silvester, wo wir uns
wieder alle in Wellington wieder
getroffen haben. Die Fährfahrt von
Picton nach Wellington war ganz
schön heftig, da es ziemlich
stürmig war, aber uns allen ist
nicht wirklich schlecht geworden und
Sünne wollte am Ende des Urlaubs gar
nicht mehr vom Wasser runter. So viel auf dem Wasser war sie wohl im
ganzen Leben noch nicht! Ebs hat uns
dann an der Fähre abgeholt und somit
waren wir dann mit Gisis Freund
Brendan komplett für die große Feier
am Abend. Brendan hatte selbst mal
eine Bar in Wellington und kannte
dort noch viele Leute, so dass wir
direkt am Hafen neben dem Te Papa in
einer tollen Kneipe gefeiert haben.
Störend war nur, dass es in ganz
Wellington kein Feuerwerk gab! Für
Jennifer und mich war es auch mal
wieder komisch, zwischen so vielen
Menschen zu sein, da Wellington ja
nun doch einiges größer ist als
Dunedin. Schon komisch wie schnell
man sich an das beschauliche
Kleinstadt-Leben gewöhnen kann...
und dabei hat man selbst mal
jahrelang in Berlin gewohnt oder
kommt wie Jennifer sogar daher. So
haben wir uns dann auch entschieden,
schnell wieder aus der Großstadt
abzufahren und sind gleich weiter
nach Taupo gefahren und haben uns da
für ein paar Tage eingebucht. Die
Gegend ist auch wirklich schön und
im kristallklaren See zu baden, zu
angeln oder Golf zu spielen war
schon genial.
Als eine
Tagestour stand Rotorua auf dem Plan, dem
wohl bekanntesten und ältesten
Touristengebiet Neuseelands. Dort
tritt an vielen Stellen Schwefelluft
aus der Erde und die Erde selbst ist
auch richtig warm, wenn nicht sogar
heiß an manchen Stellen. Gysiere
waren dort auch zu bewundern,
allerdings wurden die mit Seife zu
bestimmten Zeiten zum Ausbruch
gebracht, was wohl irgendwie nicht
so doll war.
Als weiterer Tagesausflug stand
für Henryk, Pauli, Gesa und Jennifer
der Tongariro Crossing an, den ich
ja schon 2003 gemacht hatte, während
Ebs und ich Matten und Sünne zum Bus
gebracht haben und die beiden sich
dann schon wieder auf den Heimflug
machen mussten. Nach diesen doch sehr
relaxten Tagen ging es weiter nach
Norden auf die Coromandels mit
wunderschönen Badestränden,
Cathedral Cove und dem berühmten Hot
Water Beach. An einer bestimmten
Stelle am Strand kann man sich seine
eigene kleine Badewanne im Sand
graben, die dann durch heiße Quellen
nach und nach mit warmen bis heißem
Wasser gefüllt wird. Es war dort
allerdings so voll, dass wir nur mal
kurz die Füße reingehalten haben und
uns dann auch gleich an einen
anderen Strandabschnitt verzogen
haben. Die Wellen dort waren super
und man wurde ganz ordentlich durch
die Gegen gewirbelt - für die vielen
Surfer natürlich ein Paradies. Pauli
und ich sind dann noch mal auf eine
weitere Angeltour gegangen, auf der
aber nur Pauli erfolgreich war und
somit wenigstens das Abendessen
gerettet hatte. Cool war es, dass
wir einen gut drei Meter langen Hai
und diverse Pinguine am Boot
vorbeischwimmen haben sehen. Ebs,
Jennifer und ich mussten uns dann
dort allerdings auch von allen
anderen verabschieden und nach einer
lustigen Abschiedsparty für Gesa,
Pauli und Henryk haben wir uns dann
über die Waitomo Caves wieder in
Richtung Heimat gemacht. Die Waitomo
Caves sind ein Höhlensystem mit
tausenden, wenn nicht Millionen von
kleinen Glühwürmern, die die
Höhlendecke besiedeln und es einem
vorkommt, als würde man unter einem
Sternenhimmel entlangfahren – schon
wirklich beeindruckend. Henryk und
Pauli hatten schon vorher eine
ähnliche Tour gemacht, wie ich beim
letzten Besuch, erst in die Höhle
abseilen und dann kriechend,
schwimmend und paddelnd durch das
Höhlenlabyrinth, das war genial!
Nach einem Zwischenstopp in Wanganui
auf einem tollen Holiday Park und
einer tollen Fahrt am Wanganui River
entlang (mit leider erfolglosem
angeln, obwohl man die Fische
überall hat rum schwimmen sehen…)
sind wir verbliebenen der großen
Reisegruppe weiter nach Wellington,
gleich rauf auf die Fähre und
endlich wieder rüber auf die
Südinsel. Von Picton aus sind wir
dann nach Kaikoura gefahren, wo Ebs
noch versucht hat auf eine
Delphin-Schwimm-Tour raufzukommen,
aber da war leider alles ausgebucht.
So haben wir uns nur die Gegend und
den tollen Strand angesehen und sind
dann weiter nach Akaroa auf die
Banks Peninsula bei Christchurch
gefahren. Beim letzten Besuch hat es
uns da ja schon super gefallen und
nun hatten wir noch Glück mit dem
Wetter. Am Abend sind wir noch kurz
angeln gegangen und haben doch
tatsächlich ein paar Haie gefangen!
Zwar klein, aber eindeutig Haie und
super war, dass ein anderer Angler
einen recht großen gefangen hat und
den aber wegen Abreise nicht essen
konnte und wir uns den so in die
Pfanne hauen konnten – sehr lecker!
Am kommenden Tag hatten wir uns zwei
Kajaks geliehen und wollten unser
Glück versuchen, mit Delphinen um
die Wette zu paddeln, aber leider
ist daraus nichts geworden, da wir
wohl die einzigen gewesen sind, die
keine Delphine zu Gesicht bekommen
haben. Nun ja, ein Grund da noch mal
hinzufahren. Und dann stand auch
schon unsere letzte Übernachtung
außerhalb von Dunedin an. Kaum zu
glauben, wie schnell die Zeit
verflogen ist! Die Rückfahrt nach
Dunedin war dann recht unspektakulär,
außer das die Temperatur von 32 Grad
in Akaroa und noch 29 Grad in Oamaru,
knapp 100 Kilometer vor Dunedin, auf
11 Grad in Dunedin gefallen ist (da
war es dann aber schon gegen 21 Uhr)!
Da fühlt man sich doch wieder wie zu
Hause… und geregnet hat es natürlich
auch gleich noch. Wie auch immer,
Jennifer und ich waren irgendwie
auch froh, wieder zu Hause zu sein
und mal nicht aus dem Rucksack leben
zu müssen und auch Ebs war, glaube
ich, mal wieder ganz froh, einfach
mal nichts oder wenigstens kein
Sightseeing machen zu müssen. Hier
sind auf jeden Fall erst mal die
Photos zu der wirklich genialen
Reise! Apropos Photos... so genial
ja Digicams auch sind, die Masse an
Photos ist manchmal wirklich
erschreckend. Erst Recht, wenn man
in einer großen Gruppe für längere
Zeit reist und dabei dann jeder
seine eigene Digicam hat und so noch
mehr Photos geschossen werden. So
hat es auch dementsprechend lange
gedauert, bis dann alle Photos
gesichtet, in die richtige
Reihenfolge gebracht und schließlich
auch noch benannt worden sind.
Ja und nun arbeitet Jennifer
schon seit zwei Wochen wieder. Ebs
ist nach einer Woche erst mal nach
Stewart Island und Fjordland
aufgebrochen und ich habe meine
Master Thesis in die Wege geleitet.
Super war auch, die verbleibenden
Kommilitonen wieder zu treffen, was
dann auch gleich mit einem BBQ bei
uns gefeiert wurde. Ansonsten
genießen wir den genialen Sommer
in Dunedin
mit eigentlich nur Sonnenschein
in den vergangenen Wochen - kein
Vergleich zu dem verkorksten Sommer
letztes Jahr! So haben wir z.B. am
letzten Wochenende Muscheln am
Strand gesammelt, die wir uns
(oder besser ich mir) dann abends gekocht
haben, sehr lecker! Am kommenden
Wochenende geht es dann mit Ebs noch
mal in die Catlins und am folgenden
Wochenende feiern Fa und ich unseren
gemeinsamen Geburtstag.
|
22.10.2007:
Nach zwei Monaten Funkstille hat sich doch einiges
berichtenswerte angesammelt.
Am 28. August waren wir Zeugen einer
Mondfinsternis. Es war leider etwas wolkig,
aber man konnte es doch gut verfolgen und
auch die Photos sind ganz gut geworden.
Weiterhin erhielten wir Mitte August einen
Anruf von unseren Landlords, dass sie zurück
nach Dunedin kommen wollen und wir uns dann
nach einem neuen Haus umschauen müssten. Das
fanden wir natürlich nicht so doll, da es
uns hier ziemlich gut gefällt, aber wir
werden schon wieder was Schönes finden.
Gerade dieses Wochenende haben wir gleich
zwei Häuser gefunden, die wir sofort nehmen
würden, mal sehen was sich kommende Woche
ergibt. Etwas merkwürdig ist die ganze
Sachen, da uns aber noch keine schriftliche
Kündigung vorliegt und die Landlords den
Wunsch-Einzugstermin von Mitte Oktober...
auf Anfang November... auf nun Ende November
verschoben haben. So ganz planvoll sind die
auf jeden Fall nicht. Na solange wir noch
keine Kündigung haben, haben wir wenigstens
noch genügend Zeit für die Suche, da man
dann innerhalb von sechs Wochen ausziehen
muss. Mal sehen, wie sich das so entwickelt.
Wenn wir jetzt was finden sollten, dann
würden wir halt von uns aus kündigen und
umziehen, damit das Thema vom Tisch ist.
Und dann war ja Neuseeland für gute 6 Wochen
im Rugby-Weltmeisterschaftsfieber... Leider
sind die für die Weltmeisterschaft
favorisierten All Blacks im Viertelfinale
gegen Gastgeber Frankreich ausgeschieden…
wer hätte das gedacht. Das Land ist immer
noch im Schock-Zustand! Und dabei sollte das
ein besonderes Jahr werden, erst Americas
Cup... im Finale gegen Alinghi verloren...
dann Cricket Worldcup... früh ausgeschieden...
dann Rugby Worldcup... so früh wie nie
ausgeschieden... nun bleibt nur noch der
Netball Worldcup in einem Monat...
Das dritte Modul im Studium ist ja nun auch
schon wieder rum und diese Woche habe ich
erfahren, dass ich auch alle Examen
bestanden habe (juhu!) und... das waren die
letzten Examen für das ganze Studium! Dieses
Modul gibt es keine Abschluss-Examen sondern
"nur" Assignments und Präsentationen während
des Moduls. Das passt mir ja viel besser!
Die Fächer waren auch richtig interessant
letztes Modul und dieses Modul scheint sogar
noch besser zu sein. Die Live-Case-Study z.B.
dient als Vorbereitung auf unsere Master
Thesis im kommenden Jahr, nur dass wir die
Arbeit dieses Mal im Syndicate erledigen
können. Wir haben eine sehr interessante
Firma bekommen und unsere Aufgabe ist, einen
strategischen 5-7 Jahresplan zu entwerfen
und die ganzen Sachen, die wir hier gelernt
haben, nun wirklich mal anzuwenden. Das wird
bestimmt interessant!
Unsere Urlaubswoche im Anschluss an das
dritte Modul war mal wieder sehr
erlebnisreich und interessant. Nachdem wir
in Auckland gelandet sind, fuhren wir mit
einem Shuttlebus zur Verleihstelle unseres
Campervans, ließen uns ausführlich alles zum
Gebrauch eines solchen Wagens erklären und
los ging’s. Wir beide hatten keine Erfahrung
damit, aber es ist alles sehr einfach zu
bedienen. Diesmal erkundeten wir den
nördlichsten Teil der Nordinsel - Northland.
Bis an die Nordspitze haben wir es zwar
nicht ganz geschafft, aber wir wollten auch
nicht stressen. Highlights waren der Kauri
Waipoua Forest, Bay of Islands, Goat Island
Marine Reserve, Tiritiri Matangi Island und
selbstverständlich das Linkin Park Konzert
in Auckland, was überhaupt Anlass unserer
Reise war. Durch Zufall hatte ich gesehen,
dass Linkin Park nach Neuseeland kommt und
dass dann das Konzert auch noch genau in
unsere Urlaubswoche fällt! So sollte das
wohl sein und ich hatte mich eh schon immer
geärgert, dass ich das Konzert in Berlin
verpasst hatte (mal abgesehen von dem
horrenden Preis dafür in Europa!) und so war
ich einer derjenigen, die in den ersten
Stunden Tickets ergatterten, das Konzert war
nach drei Stunden ausverkauft. Also Zugabe
war dann noch Chris Cornell als weiterer Act
dabei und ich konnte den Namen vor dem
Konzert nicht richtig zuordnen, aber nach
den ersten Liedern fiel mir wieder ein, dass
er der Leadsänger von Soundgarden und
Audioslave war/ist! Das war mal eine nette
Überraschung.
Der Kauri Park und der Waipoua Forest sind
Waldschutzgebiete des verbliebenen einst so
umfangreichen Kauri Waldes. Dort stehen zwei
der bekanntesten Kauri Bäume. Zum einen der
Te Matua Ngahere, mit einem imposanten
Umfang von rund 16m und mit einem Alter von
schätzungsweise 2000 Jahren und zum anderen
der Tane Mahuta, der größte Baum in
Neuseeland mit einer Höhe von 51m. Durch den
Kauri Park machten wir zusätzlich noch eine
geführte Nachtwanderung, wo wir zwar die
nachtaktiven Kiwis hören konnten, aber
leider keine gesehen haben.
In den Bay of Islands haben wir in Pahia
übernachtet und haben uns das Treaty House
in Waitangi angeschaut, wo der
Friedensvertrag zwischen England und den
Maoris unterschrieben wurde. Das Treaty
House ist nicht „nur“ ein Haus, es liegt
mitten in einem sehr schönen National
Reservat, wo wir dementsprechend auch eine
Menge Vögel beobachten konnten. Wie
eigentlich überall haben wir mit unserem
Camper auf einem Holiday Park übernachtet
und die liegen meistens wirklich schön! Zwei
mal waren wir direkt am Meer, einmal direkt
am Fluss und auch sonst waren die Parks
wirklich schön. Ich war ja etwas skeptisch
am Anfang, wie die Sache mit dem Camper so
laufen wird, aber ich muss sagen, das hat
echt Spaß gemacht und es ist eine echte
Alternative. Leider etwas teurer, als mit
dem Auto herumzufahren und in Hostels zu
übernachten, aber mal sehen, wann wir es
noch mal machen werden.
Wieder in Richting Süden unterwegs haben wir
das Goat Island Marine Reserve besucht. Es
ist sehr gut zum Tauchen und Schnorcheln
geeignet, wir sahen schon von der felsigen
Bucht aus die riesigen Fischschwärme und
wollen da auf jeden Fall noch mal hin, wenn
es wieder etwas wärmer ist. Insgesamt hatten
wir Glück mit dem Wetter, es war halt
richtiges April-Wetter... oder besser
Frühlingswetter. Die Temperatur war so um
die 20 Grad, aber in der Sonne wurde es
schon richtig warm. Das Wetter war halt
sehr abwechslungsreich, Schauer... Sonne...
Schauer... aber mit einem Camper war das ja
eigentlich kein Problem, da man dann auch
mal kurz Pause machen konnte. Die fünf Tage
mit dem Camper waren irgendwie total schnell
rum. Zum Schluss ließen wir es uns noch so
richtig gut in einem Thermal Spa Resort mit
heißen Bädern, Massage und Sauna gut gehen,
bevor es nach Auckland ging.
Neben Sightseeing in der City - Skytower,
shoppen (Jenni hat endlich mal neue Schuhe
gefunden!), Hafen, Museum, Parks… buchten
wir noch einen Tagesausflug mit einem Boot
zur Tiritiri Matangi Island – ein Reservat
für seltene Vogelarten. Das war echt super
dort und interessanterrweise hat einer
meiner Professoren das Projekt in den
70'iger Jahren gestartet. Da muss ich ihn
noch mal zu fragen. Tatsächlich sahen wir
dort sehr viele neue und vor allem seltene
Vogelarten und das Wetter war zudem auch
noch perfekt. Interessant wäre es noch, dort
mal zu übernachten und mehr Zeit zu haben,
um noch mehr sehen zu können. Auf jeden Fall
sind wieder ganz viele neue Photos in der
"Wildlife" Abteilung.
Tja – so schnell ist dann auch leider eine
Woche rum und wir waren wieder auf dem
Rückflug nach Dunedin. Um am nächsten Tag
ging es gleich mit dem Studium bzw. der
Arbeit weiter. Und nichts da mit erstmal
kurz eingewöhnen und so – am zweiten Tag
musste ich gleich mal eine Präsentation
halten… in der ersten Unterrichtsstunde! da
war gleich mal wieder eine Nachtschicht
angesagt, da ich natürlich erst am Tag
vorher in die Unterlagen geschaut habe,
vorher war ja Urlaub...
Was uns ja so richtig freut ist, dass über die langen Ferien
im Dezember /Januar richtig viele Freunde zu
Besuch kommen. So weit haben Gesa und Gisi,
Henryk, Andreas, Ebs, Sünne und Matten die
Flüge gebucht und alle kommen so ca. um die
gleiche Zeit an. Das wird bestimmt lustig
und mal sehen, wie wir die verschiedenen
Reisepläne koordinieren können, so dass wir
uns alle möglichst oft treffen. Zumindest
den Geburtstag von Gesa, Weihnachten und
Silvester wollen wir alle zusammen feiern
und wir sind hier über die Feiertage nicht
ganz so "alleine" am anderen Ende der Welt!
|
20.08.2007:
Die Tage werden tatsächlich wieder länger und wir fahren nun
schon im Hellen los zur Uni/Arbeit und kommen im
Hellen zurück! Und was noch besser ist, das
Arbeitspensum scheint tatsächlich weniger geworden
zu sein und so bleibt auch wieder etwas mehr Zeit,
um ein paar Ausflüge oder ähnliches zu machen.
Am Anfang des Moduls hatten wir dann noch die
Abschlussfeier des letzten Moduls, dieses Mal haben
wir wieder alle zusammen in der Executive Residency
gekocht und es war wirklich ein netter Abend. Man
beachte meine erste Pavlova, das Neuseeländische
National-Dessert - eine herrliche Kalorienbombe! Das
"Grundgerüst" gibt es fertig im Supermarkt zu kaufen
und dann haut man einfach eine Menge Sahne drüber
und belegt/dekoriert das Ganze dann mit Früchten...
fertig. Schmeckt wirklich gut und ich bin ja
eigentlich nicht so der Dessert-Fan.
Letztes Wochenende waren wir mit ein paar Leuten aus
dem Studium in Ohau Skifahren. Das war richtig
genial, das Wetter und der Schnee waren super und
wir hätten noch leicht ein paar Tage mehr da bleiben
können. Allerdings wäre es dann auch langweilig
geworden, da das Skigebiet ganze drei (ja 3) Lifte
hatte und das ist schon großzügig gezählt. Ein
richtiger Sessellift, ein "Magic-Carpet" und ein
Tellerlift, den man aber nicht wirklich nutzen
konnte - das war es dann auch schon. Die Liftfahrt
war dann immer länger als die Abfahrt, aber wie
gesagt, für ein Wochenende war es ok. Es sind noch
ein paar weitere Skigebiete in der Umgebung und
vielleicht fahren wir ja noch ein weiteres
Wochenende. Die Preise waren dafür unschlagbar und
anstehen musste man auch nie...
Hier sind die Photos dazu!
Im Studium geht alles den gewohnten Gang, viel
lesen, Assignments und zum Schluss dann wieder die
Examen. Diesmal stehen aber nur vier Examen an und
im kommenden Modul gibt es dann schon gar keine
Examen mehr! Also das Schlimmste schon fast
überstanden würde ich sagen. Dafür fange ich aber
auch schon an, mir eine Firma für meine Masterthesis
zu suchen und so ein bisschen spiele ich mit dem
Gedanken, im kommenden Modul auch etwas nebenher zu
arbeiten. Mal sehen, was sich so ergibt...
Und damit man sich auch schon auf etwas freuen kann,
habe ich schon mal kurzerhand den nächsten Urlaub im
Oktober gebucht. Wie der Zufall so will, spielen
Linkin Park genau in unserer Urlaubswoche in
Auckland und ich war schnell genug (in 3 Stunden
ausverkauft!), um Tickets zu bekommen. Die Flüge gab
es dann auch noch gleich und so sind wir dann eine
Woche ganz im Norden von Neuseeland. Dort sollte es
dann schon richtig schön warm sein, so dass wir eine
Woche mit einem Wohnmobil rumfahren werden, um dann
am Ende das Konzert zu besuchen und zurückzufliegen.
Eine Wohnmobil-Urlaub habe ich ja auch noch nicht
gemacht, bin ja mal gespannt. Das Wohnmobil scheint
auf jeden Fall schon mal ganz cool zu sein, mit
Dusche, WC und Küche.
|
22.07.2007:
Das 2. Modul ist nun vorüber und leider auch schon wieder unser
Urlaub. Bevor ich aber zum Urlaub komme, noch ein kurzer
Bericht zu den Wochen davor. Neben dem Studium blieb
natürlich auch wieder etwas Luft für Freizeit. Aufgrund der
Jahreszeit wurde die freie Zeit aber mehr auf
Indoor-Activities gesetzt, wie Basketball und Tennis und
Kino… Dann organisierte Jennifers Firma mal einen Curling-Abend,
an dem wir teilnahmen. War echt spaßig! Es ist gar nicht mal
so einfach, den „Stein“ in der Nähe vom Ziel, den Kreisen,
zum Stehen zu bringen. Und einzuschätzen wann man mit dem
Besen schrubben soll, damit der „Stein“ noch weiter gleitet
oder wann man das Schrubben lieber bleiben lässt, ist auch
noch eine Kunst für sich. Aber wir haben uns gar nicht mal
so schlecht angestellt! Mal sehen, was die Firma als
Nächstes veranstaltet.
An Ausflügen stand nicht so viel auf dem Programm. Einmal
waren wir am Tunnel Beach und ein anderes Mal waren wir in
Brighton für einen langen Strandspaziergang. Zu dem Tunnel
Beach, der gleich bei uns in der Nähe ist, gibt es sogar
noch eine kleine Geschichte. Und die sagt, dass dort wohl
mal ein "Schloss" stand, in dem eine Familie lebte. Leider
konnte man nicht zum Strand kommen, weil überall nur Klippen
sind. Und da ließ der Vater für seine Tochter, die so gerne
zum Strand wollte, einen Tunnel durch die Felsen bauen…
Durch diesen Tunnel ist es nun möglich, direkt zum Strand zu
gelangen! Netter Vater, besonders wenn man sich den Tunnel
mal ansieht...
Die letzte Woche des zweiten Moduls waren dann wieder die
Prüfungen, diesmal nur fünf, also jeden Tag eine... am
Freitagabend war dann eine richtig nette Abschlussparty. Nur
so viel sei verraten, die schwachen Gehirnzellen sind
definitiv vernichtet und das neue Modul kann kommen...
Der Samstag war ziemlich ruhig... warum wohl... und am
Sonntag sind wir dann durch Central Otago nach Queenstown
gefahren, wo uns ein Kommilitone ein günstiges Hotel
besorgen konnte. Die Strecke führte durch eine schöne
Winterlandschaft - verschneite Berge im Hintergrund und
stellenweise „vereiste Natur“. Seht Euch am besten die
Bilder dazu an, da dies schwer zu beschreiben ist. Es ist
kein Schnee, aber Bäume und Sträucher sind weiß…Queenstown
selbst ist DIE Adrenalin-Junkie-Hochburg in Neuseeland. Man
kann natürlich Bungie-Jumping, Shotover-Jetboat-Fahren und
was weiß ich noch so alles machen und den Trubel mal gesehen
zu haben, ist ein Muss für jeden Neuseeland-Besucher. Wir
haben das alles nicht mitgemacht (kostet ein Vermögen!) und
sind dafür einen Tag Skifahren gewesen, auch nicht ganz
billig und leider nicht vergleichbar mit den Alpen, aber
trotzdem super. Überhaupt hatten wir absolutes Glück mit dem
Wetter, nur Sonne die ganze Woche (abgesehen von ein paar
Wolken)! So gehört sich das! So war es nicht allzu
schmerzlich, dass wir nun doch nicht nach Fiji oder nach
Cairns geflogen sind, da es einfach zu teuer war.
Die anderen Tage in Queenstown haben wir mit Sightseeing
verbracht, Jennifer hat ihren ersten richtigen Kiwi (ok ok,
im Kiwi Birdlife Park) und ihre erste Maori-Kultur-Show
gesehen, wir waren in Glenorchy und (tata!) ich habe einen
Lakritzladen in Queenstown gefunden! Schöner hätte der
Urlaub gar nicht kommen können. Zusammen mit der Tatsache,
dass wir nun ein geniales kleines Restaurant auf dem Weg
nach Queenstown kennen, die tatsächlich richtiges Deutsches
Brot machen, war das natürlich ein absolutes Highlight!
Endlich mal wieder eine gute alte Stulle, was man nicht so
alles vermisst an Deutschland...
Unser nächstes Ziel waren die Catlins. Zuerst machten wir
Halt am Slope Point, das ist der südlichste Punkt von
Neuseelands Südinsel. Weiter ging es zum Petrified Forest in
Curio Bay- einem versteinerten Wald direkt am Meer aus der
Zeit des ehemaligen Riesenkontinents Gondwana.
Die nächste Station war Porpoise Bay, wo man wohl öfter
Delphine antrifft und auch mit ihnen schwimmen kann... aber
dafür war es eindeutig zu kalt! Haben also leider keine
gesehen, dafür aber eine Kingfisher Familie. So konnten wir
ein paar nette Photos und ein schönes Video von einem
Kingfisher machen. Ein wirklich schöner Vogel! Und direkt an
dieser Bucht fanden wir noch eine sehr schöne Unterkunft. Da
werden wir im Sommer mal wieder hin!
Nächster Halt waren die McLean Falls - wieder ein Wasserfall,
da haben die hier irgendwie einige von... Ein schöner Track
durch den Wald, mit streckenweise vereisten Sträuchern und
Farnen, selbst auf dem Boden war es vereist.
Zurück in Dunedin haben wir das immer noch schöne Wetter für
ein paar Ausflüge in die Umgebung genutzt, z.B. nach
Karitane und zum Blueskin Bay. Unser Besuch beim "Tallest
Tree of New Zealand" war leider nicht möglich, da der Track
dahin geschlossen war. Gestern waren wir dann mal wieder auf
"unserer" Peninsula unterwegs und haben Seelöwen, Robben,
Albatrosse aber leider keine Delphine oder Pinguine gesehen.
Ist aber immer wieder schön! Das Wochenende ist nun zum
Relaxen da und natürlich um Harry Potter zu lesen, der jetzt
ja im Handel erhältlich ist. Am letzten Urlaubstag haben wir
noch mal eine kleine Tour gemacht und haben uns dabei noch
mal bei dem Restaurant mit einem Vorrat an dem Deutschen
Brot eingedeckt.
Das dritte Modul kann nun also kommen, auf jeden Fall habe
ich schon mal wieder ein nettes Syndicate und in drei
Monaten ist wieder eine Woche Urlaub - und der Frühling
kommt auch bald!
|
06.06.2007:
DIE Zeit – sie verrast wie im Fluge! Kaum zu glauben, dass wir schon
fast ein halbes Jahr hier unten sind und über die Hälfte des 2.
Moduls hinter uns haben, und auch schon die erste Prüfung. Apropos
Prüfung, die verhauene Economics-Prüfung habe ich dann beim zweiten
Anlauf gut geschafft.
Obwohl uns gesagt wurde „Im 2. Modul ist es weniger stressig!“ war
davon bisher nicht so viel zu merken. Immer noch genauso viel
auszuarbeiten, vorzubereiten, zu lesen, zu präsentieren… Bei fast
allen geht es langsam an die Substanz und die Examenswoche kommt ja
noch... Montags habe ich dann Abends sogar noch einen Extra-Kurs
belegt, Toastmaster. Das macht aber mehr Laune als Arbeit, man hält
viele Vorträge und lernt die Feinheiten der Präsentationstechniken.
Und da man nicht nur studieren kann, habe ich mich jetzt endlich mal
bei einem Basketballverein gemeldet und der ist auch noch gleich bei
uns um die Ecke, sehr praktisch! Jeden Donnerstag ist Training und
am kommenden Samstag soll ich dann schon das erste Punktspiel
mitmachen. Mal sehen, ob die alten Knochen noch wollen... Macht
wieder richtig Laune! Insgesamt gibt es 4 Herrenmannschaften und
wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die eine (4.
natürlich) eine schöne alte Herren-Truppe die nur so zum Spaß
daddeln und mal zu Turnieren fahren (u.a. Hawaii!). Das klingt ja
auch ganz verlockend.
Mit Tennis ist es daher dabei geblieben, nur mal so zu spielen - das
heißt in keiner Liga mitzuspielen, aber dennoch ein bis zwei Mal in
der Woche den Schläger zu schwingen. James, ein Kommilitone von mir
hat in etwa das Gleiche Level wie ich und so passt das wunderbar.
Neben Uni und Sport gibt es auch mal die eine oder andere Party, ein
Kinobesuch, eine Einladung zum Essen… Langeweile kommt also nie auf!
Jennifers Geburtstagsparty war letztes Wochenende, war sehr lustig
und lange...
Die Woche war sogar ein Wal vor Dunedin, leider haben wir den nicht
gesehen, da wir ja beide tagsüber nicht zu Hause sind. Vom
Wohnzimmer aus hätten wir den wohl sonst gesehen, so ein Mist!
Ansonsten hatten wir wohl den wärmsten Mai seit 20 Jahren, was mir
eigentlich ganz gut gefallen hat. So langsam wird es jetzt aber
immer kälter, der Ofen ist jeden Abend an und das Holz geht ganz gut
weg - müssen wohl bald nachbestellen.
Ansonsten haben wir letzte Woche auch versucht den Urlaub für die
nächste freie Woche zwischen Modul zwei und drei zu planen. Fiji
stand ganz oben auf der Wunschliste, aber das ist leider eindeutig
zu teuer. Das Problem ist wohl, dass wir genau in den Schulferien
Urlaub haben und da halt mal alles etwas teurer ist. So sind wir
jetzt noch etwas planlos, sind ja aber auch noch vier Wochen und
notfalls fahren wir dann halt doch in Skiurlaub. Das ist ja nur 4
Stunden von hier und also immer eine Option, ein wenig Sonne wäre
aber auch schön!
|
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06.05.2007:
Die Zeit verfliegt ja nur so! Nun ist das erste Modul wirklich
schon rum und wir sind schon wieder voll eingebunden im zweiten
Modul. Leider hat es nicht mit allen Prüfungen geklappt, Economics
muss ich noch mal machen, d.h. in zwei Wochen noch mal das final
Exam wiederholen... so ein Mist! Dabei hat mir das Fach richtig Spaß
gemacht und eigentlich war ich der Meinung das auch verstanden zu
haben. Scheinbar nicht... Nun ja, die anderen Fächer liefen dafür
viel besser und mit den Noten bin ich auch zufrieden.
Die Ankündigung, dass es im zweiten Modul etwas ruhiger wird war
scheinbar nur eine kleine Notlüge, um uns zu motivieren! Wenn ich
mich nicht verzählt habe, stehen 25 Assignments in den kommenden 10
Wochen an und dazu dann noch wieder die Abschlussprüfungen, diesmal
"nur" 5. Alles in allem also das reinste Vergnügen. Dazu kommt, dass
man sich Ende des Moduls dann auch langsam um eine Firma kümmern
muss, in der man dann das Abschlussprojekt machen kann. ich wäre ja
immer noch sehr für ein Modul in Vancouver, aber Jennifer ist da
nicht so begeistert von, schon wieder umzuziehen. Dazu kommt, dass
ihr Job sich auch immer besser entwickelt und das wäre ja auch
schade. Na mal sehen, ein bisschen Zeit ist ja noch...
Kommen wir mal zu den etwas angenehmeren Dingen, nach dem
Prüfungsstress ging es erst einmal für eine Woche in den
wohlverdienten Urlaub. Unsere Reiseroute wurde ein bisschen von der
Wettervorhersage mitbestimmt. Somit entschieden wir uns, erst
Richtung Norden über den Arthurs Pass an die Westküste zu fahren und
dann wieder gen Süden über Wanaka zurück nach Dunedin. Es ist immer
wieder interessant durch Neuseeland zu reisen und die dabei sehr
vielseitige Landschaft und Natur zu bewundern. Von karger Landschaft
bis hin zu Regenwäldern, Gletschern und Seen… wird einem eine Menge
geboten. Dementsprechend vielseitig war auch unser Urlaub –
Wanderung zu Wasserfällen und Seen, zum Fox Glacier, rauf auf Berge,
durch Regenwälder, am Strand entlang, … name it! Es wurde aber nicht
nur gewandert. Einmal ließen wir uns sogar mit einem Helikopter
durch die Lüfte fliegen. Wir wollten uns nämlich die Gletscher von
oben anschauen. Leider waren aber die Wolken an den Bergspitzen so
dicht, dass wir nicht bis zu den größeren Gletschern fliegen konnten,
aber wir haben so gelernt, dass es ca. 300 Gletscher in dem Gebiet
gibt und wir haben uns dann den Tasman Gletscher angesehen. Der Flug
selbst war schon ein schönes Erlebnis!
Endlich hatte ich auch mal die Gelegenheit zu Angeln. Das war ein
Spaß! Und meine Ausdauer wurde gleich noch mit zwei Forellen belohnt.
Die eine Forelle war sogar ein richtig großer Fang, schätzungsweise
1,5 kg! Und geschmeckt haben die... Eine weitere kleine "sportliche"
Betätigung war das Tontaubenschießen, das kann man hier einfach so
mal machen und mit ein paar Kommilitonen zusammen wollen wir uns
auch hier in Dunedin mal danach umsehen. Ansonsten bin ich immer
noch nicht zum Basketball spielen gekommen, ist aber fest eingeplant
für die kommenden Wochen, dafür habe ich nun schon ein paar mal
wieder Tennis gespielt und fange wohl in einer freien Liga an
mitzuspielen. Am Golf spielen kommt man hier irgendwie auch nicht
vorbei, alleine Dunedin hat, glaube ich, fünf Plätze und so haben
wir schon mal die eine oder andere Runde auf den Kursen und auf den
Driving Ranges absolviert. Aber die Zeit für diese Aktivitäten wird
wohl spätestens in der kommenden Woche wieder arg eingeschränkt sein,
aber man kann ja nicht nur studieren!
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12.04.2007:
Seit dieser Woche bereite ich mich auf die kommende
Prüfungswoche vor. Und dann ist auch „schon“ das 1. Modul
geschafft … nur noch 5 Examen...
Für Jennifer ist ja nun seit knapp 3 Wochen der Alltag
eingekehrt. Die Arbeit gefällt ihr recht gut, die Leute sind
alle sehr nett und hilfsbereit und das auch noch bei einem
ziemlich lockeren Arbeitsklima. An den ersten kleineren
Aufträgen hat sie schon mitgezeichnet.
Das Leben besteht aber nicht nur aus Lernen und Arbeiten.
Wir haben nämlich wieder eine Menge gesehen und erlebt – zum
einen auf der Peninsula von Dunedin und zum anderen auf
unserer Tour über die Osterfeiertage. Hier bei uns waren wir
auf dem Soldiers Memorial, von wo aus man einen tollen Blick
über ganz Dunedin, den Hafen und das Meer hat, besuchten
Larnach Castle, das einzige Schloss von ganz Neuseeland mit
einem sehr schön angelegten Garten, wanderten im riesigen
Glenfalloch Garden, wo wir wieder sehr gut Vögel beobachten
konnten und wagten uns an einem schönen Sonnentag ins Meer,
um wenigsten ein Mal drin gewesen zu sein. Ganz schön kalt –
kann man leider nicht mit unserem Thailand-Urlaub
vergleichen!
Über Ostern fuhren wir entlang der Ostküste Richtung Norden.
Unsere Stopps waren Akaroa (auf der Halbinsel bei
Christchurch), die Stadt Christchurch und Kaikoura als
Highlight mit einer Whale Watch Tour. Die Fahrt raus aufs
Meer bei herrlichem Sonnenschein war sehr beeindruckend! Es
dauerte nicht lange und wir konnten den ersten Wal
beobachten – ein Sperm Whale. Leider machen die nicht ganz
so viel, liegen „nur“ für ein paar Minuten an der
Wasseroberfläche rum und pusten Wasserfontänen in die Luft.
Dafür sieht das Abtauchen umso spektakulärer aus, wenn sich
die riesige Schwanzflosse erhebt und dann langsam ins Wasser
abtaucht! Als "kleine" Zugabe gab es dann auf dem Rückweg
zum Hafen noch einen ganzen Pod Dusky-Dolphins (ca. 200)!
Die haben eine richtige Show für uns abgezogen, aber seht
selbst bei den Videos. Als weitere Zugabe haben wir auch
noch den Wandering Albatross und den Mollymawk Albatross aus
nächster Nähe beobachten können.
Auf dem Heimweg zurück nach Dunedin besuchten wir noch ein
Weingut, natürlich mit Weinverkostung und wanderten im Peel
Forest zu einem kleinen Wasserfall und bestaunten die
riesigen Bäume (ein Baum misst sogar einen Umfang von 9 m)
und die Vogelwelt im Wald.
Nur noch die Examen überstehen und dann ist eine Woche
Urlaub! Mal sehen wo es dieses Mal hingeht, gibt ja noch
genug zur Auswahl. Ganz oben auf der Liste steht Stewart
Island oder die Gletscher an der Westküste. Mal sehen, wo
uns das gute Wetter hinführt...
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23.03.2007:
Das Partywochenende war eine willkommene Abwechslung für die uns
sonst so fleißig Studierenden! Zuerst waren wir zum BBQ bei Glenn (eine
Mitarbeiterin der Uni) eingeladen. Sie wohnt in Mosgiel auf einer
Farm. Da gibt es einiges zu sehen – Schafe, Ziegen, Esel, Schweine,
Hühner… Ziemlich riesig diese Farm! Und riesig sind auch ihre beiden
Hunde: zwei Neufundländer! Das war nicht jedermanns Sache… Vor allem
nicht Jennifers! Nachdem wir bei strahlendem Sonnenschein und
reichlich gutem Essen dort einen schönen Nachmittag verbrachten,
ging es weiter zur nächsten Party. Dort wurde übrigens erstmals die
Schwarze Sau eingeführt (Insider wissen, wovon die Rede ist),
Knaller an dem Abend war aber der Chili Wodka – das ist Wodka, der
sich seit einem Jahr zusammen mit Chilischoten eine Flasche teilt!
Scheint die Hölle zu sein, dies Gesöff zu trinken! Der Sonntag
verlief dann etwas ruhiger J
Letzten Samstag planten wir mal wieder einen kleinen Ausflug.
Diesmal fuhren wir Richtung Norden nach Oamaru entlang der Ostküste,
knappe zwei Stunden von Dunedin entfernt. Erster Stopp war in
Moeraki, um uns die Moeraki Boulders anzuschauen. Dies sind große
runde Felsbrocken, die am Strand liegen. Dazu habe ich was
Treffendes gelesen – „… als ob Riesen mit Murmeln gespielt hätten!“
Weiter ging’s nach Oamaru. Dort wollten wir uns eine Pinguin Kolonie
anschauen. Da die Pinguine dort aber erst zur Dämmerung ans Land
kommen und wir nicht so viel Zeit hatten, wird das mal ein späteres
Ziel werden. 200 ist übrigens die Spitzenzahl der an Land kommenden
Pinguine! Als Abschluss unserer Tour fuhren wir zum Waitaki Valley
zu den Elephant Rocks. Ähnlich wie am Strand, wieder Felsen – diese
Felsen sind aber viel, viel größer. Eine sehr schöne Landschaft mit
den Bergen im Hintergrund! So viel zu unseren Ausflügen…
Ab nächster Woche (Dienstag 27.03.) gehört Jennifer dann zur
arbeitenden Bevölkerung, sie hat dem Vertrag zugestimmt! Um 8:30 Uhr
geht es los… Bin mal gespannt, wie sie sich da so einarbeiten wird
und was sie für Aufgaben übertragen bekommt.
Das Studium nähert sich langsam aber stetig dem Ende, noch 2 Wochen
und dann noch eine Woche Examen (6 Stück in einer Woche!) und das
war es dann auch schon für Module 1. Wenn ich bedenke, dass wir
schon ein 4rtel Jahr hier sind... die Zeit verfliegt nur so. Leider
ist es wohl nichts mit der Hoffnung, dass die kommenden Module etwas
lockerer werden, zumindest konnten uns das die ehemaligen Studenten
nicht bestätigen. Na mal sehen...
Am Wochenende geht es dann mal wieder zum Rugby und ein BBQ ist auch
geplant, man muss ja auch mal was anderes machen!
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09.03.2007:
Nach den letzten ziemlich stressigen Wochen ist jetzt erst
einmal kurz Luft holen angesagt. Das Wochenende wird
dementsprechend auch aussehen – Partywochenende mit den
Kommilitonen! Das haben wir uns aber verdient, denn man kann
nicht immer bis in die Nacht hinein Lernen, am Wochenende
noch ackern und sich nebenbei auf zwei Prüfungen vorbereiten
(die dummerweise noch am selben Tag stattfanden) und diverse
Präsentation… Lief aber bisher alles recht gut, wenigstens
etwas. Danach geht es dann in den Endspurt des ersten Moduls,
die abschließende Examen Woche ist dann ab dem 16.04. und
dann ist erst mal eine Woche Urlaub!
Das letzte Rugby-Spiel der Highlanders war ein echt cooles
Spiel bei genialem Wetter und mit super Stimmung (und
natürlich mehreren Bierchen)! Ist ja auch kein Wunder wenn
die Highlander das Heimspiel gewinnen (35:24) – da tobt die
Masse auf der Stehtribüne. Heute haben sie gerade das zweite
Heimspiel gewonnen, zu Hause sind wir eine Macht!
Apropos Sport, zum Basketball spielen bin ich noch nicht
gekommen. Die Uni-Liga ist wohl völlig überlaufen, aber
eigentlich soll da jeden Abend ein Spiel in der Halle sein.
Mal sehen, wann ich da mal hinkomme... Wir haben allerdings
ein kleines Fitnessstudio im MBA-Gebäude und wir gehen öfter
mal am Strand laufen, das ist natürlich genial hier!
Nach solchen Erlebnissen geht es aber gleich weiter mit dem
Studium und während ich fleißig in der Uni sitze, erlebt
Jennifer hier die tollsten Dinge. Eines Nachmittags
schwimmen, oder besser jagen 1000 Dusky Dolphins mit Saltos
ohne Ende direkt vor unserem Fenster entlang. Stand am
nächsten Tag gleich auf der Titelseite der Tageszeitung. Und
ich habe es verpasst… Ein anderes Mal düst sie mit dem
Fahrrad auf der Halbinsel herum und ich kann mir die tollen
Geschichten immer nur anhören. Aber das wird ja auch bald
ein Ende haben, denn wenn nichts mehr dazwischen kommt,
unterschreibt sie in den nächsten Tagen einen Arbeitsvertrag
als Bauzeichnerin und fängt dann am 27. März mit der
Vollzeitstelle an. Zur Feier des Tages waren wir dann
gestern mal wieder am Albatross Center, diese Vögel muss man
wirklich mal gesehen haben! Zumal wir ihnen diesmal beim
Starten und Landen zusehen konnten und auch ihre Jungen
sahen… Das kostet zwar Eintritt, aber es lohnt sich.
Wie gewohnt gibt es
hier dann wieder die aktuellsten Photos!
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21.02.2007:
Seit letzter Woche ist es echt heftig mit dem Studium. Im
Durchschnitt sind jetzt pro Woche vier Assignments oder auch Papers
auszuarbeiten und der Lesestoff bleibt natürlich gleich... Und manch
ein Professor setzt Dinge voraus, von denen habe ich im Leben noch
nichts gehört… aber das geht jedem so, von daher ist es auch ok. Und
die Hauptsache ist, Spaß macht es auch!
Nun zu unseren Erlebnissen der letzten Tage… vor dem Irrsinn im
Studium... Wir besuchten das Aquarium von Portobello, von dem wir
aber recht enttäuscht waren, da es sehr klein ist und nicht so viel
bietet, wie wir erwartet hatten. Interessant ist aber der „Pond“, in
dem sich Seesterne, Muscheln usw. befinden, die man alle berühren
darf! Und diesen Samstag ließ ich Uni mal Uni sein und wir nutzen
den genialen Sommertag so richtig aus. Vormittags ging es erst
einmal auf den Wochenmarkt von Dunedin, der sich am Bahnhof befindet.
Dort gibt es immer ein riesiges Angebot von hauptsächlich Obst und
Gemüse mit super Qualität! Das ist nämlich gar nicht so einfach
hier, gute Qualität bei allen möglichen Dingen zu bekommen! Die
exportieren einfach alles Gute... Bei den Erdbeeren konnten wir dann
nicht widerstehen. Am Nachmittag fuhren wir wieder auf die
Peninsula, machten auf dem Sandymount eine sehr schöne Wanderung und
anschließend liefen wir noch den Ridge Track entlang zur Sandfly
Bay, um eventuell wieder Pinguine zu beobachten. Nach einer halben
Stunde ohne Erfolg in der Beobachtungshütte, machten wir uns, schon
etwas enttäuscht, auf den Rückweg. Und was sehen wir dabei? Einen
Pinguin, der da seelenruhig am Strand rum steht, sich putzt und
dabei überhaupt nicht stören lässt. Was für ein Erlebnis! Photos
davon und auch ein paar neue Videos an gewohnter Stelle... Abends
sind wir noch in die Stadt, um uns mit Freunden auf ein Bierchen zu
treffen. Und Mitternacht gab es ein Feuerwerk, da Chinese Happy New
Year gefeiert wurde. Da war echt was los in der Stadt! Das war also
der freie Tag in der letzten Woche :-)
Diese Woche haben sich hier übrigens 20.000 Studenten eingeschrieben!
Was das für ein Chaos ist, das kann man sich ja wohl vorstellen.
Dazu sind dann noch jeden Abend der so genannten Orientation Week
ein paar Partys... und unsereins sitzt an einem tollen Essay über
Makro Ökonomie!
Hier ist es dann auch noch Brauch, Abends die Couch vor dem Haus
anzuzünden, es ist ja ansonsten zu kalt und sowieso alle
Bierflaschen grundsätzlich auf die Strasse zu deppern. Mir als
Fahrradfahrer macht das dann natürlich am kommenden Tag richtig Spaß
durch die Straßen zu fahren, drei Platten hatte ich schon...
Am kommenden Wochenende werden wir uns dann mal den verrückten
Horden anschließen und ins Rugby-Stadium gehen.
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10.02.2007:
So, nun hat das Studium so richtig angefangen! Die 70 bis 80
Wochenstunden waren leider nicht gelogen, bisher macht es aber auch
viel Spaß. Trotz des Studiums finden wir immer noch Zeit für
Ausflüge… Strandwanderung am so gut wie menschenleeren Victory
Beach, den wir uns ansonsten nur mit Seelöwen teilten. Erneute Fahrt
zu den Albatrossen (wo auch das Video entstand) mit
unbeschreiblichen Beobachtungen. Die Albatrosse sind echt so dicht
an uns vorbei geflogen, dass man den Mund vor lauter Staunen nicht
mehr zu bekam. Unsere aktuellste Tour war eine Fahrt mit der Taieri
Gorge Railway Richtung Landesinnere nach Middlemarch. Die Tour war
echt super, allerdings sollte man drauf achten, dass man in
Fahrtrichtung Middlemarch einen Platz auf der rechten Seite
reserviert, da dies die eindeutig bessere Blickrichtung ist!
Ansontsen hatte ich nun auch meine ersten Surferlebnisse und es
macht echt Laune! Wenn Zeit bleibt, werde ich mich mal zu einem Kurs
an der Uni einschreiben und das gute Wetter etwas ausnutzen. Das
Wetter ist nämlich nun endlich besser geworden und man kann nun
tatsächlich von Sommer reden.
Die Rugby-Saison hat jetzt auch angefangen, so dass wir uns schon
ein paar Spiele der Super14 im Fernsehen angesehen haben. Am 24.02.
spielen die Highlanders aus Otago in Dunedin, da werden wir dann
wohl mal hingehen. Trotz Unistress haben wir dann auch meinen
Geburtstag etwas gefeiert, lustigerweise hat eine Kommilitonin am
gleichen Tag wie ich Geburtstag! So haben wir dann abends zusammen
gefeiert.
Im Gegensatz zu Euch hatten wir hier übrigens schon einen Feiertag,
den Waitangi Day! Ansonsten gibt es nichts mehr zu berichten, außer,
dass Jennifer gerade Fahrstunden nimmt, um sich gut durch den
Linksverkehr zu schlagen und auch so wieder fit im Autofahren zu
werden… Sie hat mich nun sogar schon einmal von der Uni abgeholt!
21.01.2007:
So, die erste Woche in der Uni ist überstanden. Wenn das die
Orientierungswoche sein sollte... das kann ja heiter werden!
Kommende Woche sind dann noch einmal jeden Tag
Vorbereitungskurse für Mathe, Statistik und Financial
Accounting und dann geht es so richtig los. Bisher ist es
immer noch so ein Urlaubsgefühl hier zu sein, aber das wird
sich dann wohl ändern. Die Leute aus dem MBA-Studium sind
durch die Bank nett und im Rahmen von einigen
Gruppenaktivitäten haben wir uns schon ganz gut
kennengelernt. Einen Tag gab es ein schönes BBQ, dann haben
wir alle zusammen gekocht oder waren auch mal zu einem
ersten Bierchen in einer Studentenkneipe. Jennifer war auch
manchmal dabei und musste so schon ganz viel Englisch
sprechen.
Ansonsten waren wir für einen Day-Trip in den Catlins
südlich von Dunedin und haben Pinguine, Seelöwen und
Seerobben beobachtet, mal ganz abgesehen von den vielen
interessanten Vögeln. Die steilste Strasse der Welt, die
Baldwin Street ist übrigens auch in Dunedin und die sind wir
auch einmal zu Fuß hochgegangen. Die aktuellen Photos zu den
Aktivitäten findet ihr wie immer in der Photogallerie unter
MBA.
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13.01.2007:
Nach über 27 Stunden reiner Flugzeit sind wir gut angekommen. Wir
haben uns danach schon etwas in Dunedin eingelebt, es ist wirklich
schön hier - so viel kann man jetzt schon sagen. Nur das Wetter ist
nicht ganz so wie erwartet. Bisher hatten wir erst einen richtig
schönen Sommertag und dafür dass hier Sommer sein soll... nun ja,
kann ja noch werden. Das Haus ist dafür aber mindestens so genial
wie von den Photos her zu erwarten war und wir fühlen uns hier so
richtig wohl. Jetzt ist es auch schon ganz nett eingerichtet, nur
ein paar Kleinigkeiten fehlen nun noch. Fahrräder und ein Auto haben
wir nun auch schon und sind so jetzt auch mobil. Apropos Fahrrad,
das wird noch ein Spaß werden! Als Flachländer bin ich ja keine
Berge gewohnt und die gibt es hier in Massen. Positiv ist, der Weg
zur Uni ist kein Problem... geht nur bergab. Das Ganze hat nur einen
Haken... nun ja, man wird sich wohl dran gewöhnen. Die Uni selbst
und auch mein zukünftiges Gebäude habe ich mir auch schon mal
angesehen, sehr nett. Wir haben eine eigene Küche, Aufenthaltsraum (SkySport!)
und einen modernen Unterrichtsraum. Ich bin dann ja mal auf die
ersten Wochen gespannt.
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September 2006:
Das Studium hat ja nun gerade erst angefangen, daher werde ich
darüber später noch einmal ausführlich berichten. Die Vorbereitungen
für ein MBA-Auslandsstudium sind allerdings so umfangreich, dass es
darüber schon genug zu erzählen gibt. Wer etwas Ähnliches planen
sollte, ich kann nur empfehlen, möglichst frühzeitig mit den
Vorbereitungen anzufangen. Wenn jemand Fragen oder Anregungen hat,
dann kann er mich natürlich gerne kontaktieren.
Als erster Schritt nimmt die Auswahl der geeigneten Hochschule/n
schon viel Zeit in Anspruch. Zur Auswahl der richtigen Hochschule
gibt es viel Hilfe im Internet aber besonders auch in diversen
Büchern genau zu dem Thema. Ich fand auch die diversen Rankings (u.a.
The Economist und FTD) sehr hilfreich. Die Entscheidung sollte
reiflich überlegt sein, denn was man schnell merkt ist, dass MBA
nicht gleich MBA ist. Mir wurde diese Differenzierung nun schon
mehrfach bestätigt, gerade auch seitens potentieller Arbeitgeber und
Alumni. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Hochschulen
sehr viel Anstrengung in eine gute Platzierung in den oben genannten
Rankings zu erreichen. Hinzu kommt, dass man dann zwischen 12 und 24
Monaten in dem Land verbringt und für mich persönlich war dies auch
sehr entscheidend. Ein „normaler“ MBA dauert 24 Monate, wegen der
hohen Nachfrage gibt es jetzt aber auch sehr viele verkürzte
Programme, zum Teil dann sogar in 12 Monaten - bei gleicher Menge
Unterrichtsstoff wohlgemerkt. Als letzter Punkt zu der Auswahl der
Hochschule kommt dann natürlich der Preis. Die Gebühren für ein MBA-Studium
reichen von ca. 5 TE bis zu 60 TE für das komplette Programm. Dabei
ist es so, dass man als einheimischer Student deutlich weniger
bezahlt, als ein internationaler Student. Bei Neuseeland ist es nun
so, dass Deutschland, Frankreich und Neuseeland ein Abkommen haben,
dass alle Studenten die einheimischen Gebühren zahlen. Dies, das
interessante Curriculum und die guten Rankings unter den Top 100
weltweit in den vergangenen Jahren gaben für mich schließlich den
Ausschlag für die UO in Dunedin.
Wenn man sich dann erst einmal für eine Hochschule entschieden hat,
geht das meist doch recht langwierige Bewerbungsverfahren los. Als
größte Hürde sehen die meisten Bewerber (ich auch) den GMAT-Test an,
der nun an allen renommierten Hochschulen Pflicht ist - und zwar mit
einem guten Ergebnis (mindestens > 600 Punkte). Der GMAT ist kurz
gesagt ein Test, der sowohl die fortgeschrittenen Englischkenntnisse
als auch logische Denkweise abfragt. Zur Vorbereitung auf den Test
sollte man schon ein paar Monate einplanen, es gibt aber auch
relativ teure Crash-Kurse von diversen Anbietern. Ansonsten gibt es
auch hierfür im Internet Massen an Infos, Vorbereitungsmaterial und
Übungs-Tests.
Als weitere Voraussetzung muss man auch einen Sprachtest (TOEFL oder
IELTS) mit einer sehr guten Punktzahl absolvieren. Zusätzlich
verlangen meines Wissens nach alle führenden Hochschulen eine
Berufserfahrung von mindestens drei Jahren. Hier an der University
of Otago hat es sich allerdings herausgestellt, dass auch maximal
drei Studenten der eigenen Hochschule direkt nach einem Bachelor
Studium in den MBA einsteigen können. Wie das an anderen Hochschulen
gehandhabt wird kann ich nicht sagen.
Als nächstes muss eine Bewerbungs-Mappe angefertigt werden, die die
ausgefüllten Bewerbungsformulare der Hochchule, alle Zeugnisse +
Transcript (übersetzt), mindestens zwei Empfehlungen (möglichst
Arbeitgeber und ehemaliger Professor), ein Motivationsschreiben, die
Testergebnisse und mehrere Essays (je nach Hochschule) enthält.
Sollten darin alle formalen Dinge korrekt sein, kommt man in das
Auswahlverfahren, was dann eigentlich meist recht schnell geht. Wenn
man erst einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen ist, dann
ist man zu 90% durch und muss sich wohl schon ziemlich doof
anstellen, um das noch zu vermasseln.
Sollte man sich dann für den Schritt entschieden haben (immerhin 16
Monate kein Gehalt, weg von Familie und Freunden, etc.), dann hängt
es wohl sehr von einem selbst ab, wie viel Stress man sich mit den
dann anfallenden Dingen (Kündigung, Auszug, …) macht.
Als letztes Hindernis steht dann eigentlich nur noch die Beschaffung
des Visa im Weg. Für Neuseeland musst ich dafür ein sehr
ausführliches Gesundheitszeugnis ablegen und wieder mal viel
Papierkram erledigen, aber im Grunde genommen ging alles recht
schnell. |
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