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Kia Ora, wie man hier in Neuseeland zu sagen pflegt. Im folgenden Blog berichte ich immer mal wieder, was es hier so Neues gibt.
 

18.10.2008:
Ja, es gibt uns noch. Es war ziemlich ereignisreich hier unten in den letzten Wochen und Monaten, so dass wir nicht mehr wirklich dazu gekommen sind uns zu melden, geschweige denn die Website zu updaten.
Das Beste mal gleich zu erst, es wird Sommer! Endlich mal wieder hell morgens und abends. Das erste BBQ kann auch nicht mehr lange dauern. So viel haben wir dann aber wegen dem Wetter nicht machen können, ein paar Tagesausflüge (siehe Photos) und ansonsten ist der Alltag eingekehrt. Wir genießen unser schickes Haus sehr und jeder Abend fühlt sich fast wie Urlaub an mit dem Blick aufs Meer. Wenn alles gut geht in Dunedin, dann werden wir wohl hier in dem Haus bleiben bis wir wieder zurück nach Deutschland kommen. Die Arbeit macht Spaß und es ist viel zu tun. Richtig genial ist, dass ich dieses Wochenende noch für knapp drei Wochen nach Europa fliege, erst nach Schottland und dann noch ein paar Tage in Deutschland. Nicht das beste Timing, da meine Eltern einen Monat später schon auf dem Weg nach Neuseeland sind, aber mal wieder zu Hause zu sein ist ja auch nicht schlecht. Ist ja nun schon knapp 2 Jahre her! Ich hoffe, dass ich noch ein paar Freunde in Hamburg treffen werde, aber da ist wohl schon irgendwas geplant. In Schottland habe ich gleich mal zwei Jobs zu erledigen, einen in Glasgow und einen in Edinburgh für eine Woche lang. Ein Wochenende müsste ich noch Zeit haben um mir Schottland ein wenig anzusehen. Schon komisch, dass ich es nie geschafft habe mal von Deutschland nach Schottland zu kommen und nun fliege ich aus Neuseeland dahin. Wie gesagt, der Job macht Spaß und ist fordernd, und das Unternehmen wächst auch stetig. Die Kollegen sind alle cool und mit einigen unternehme ich auch privat einige Dinge. Mal sehen, wie es da weitergeht.
Unsere Tagesausflüge waren z.B. nach Brighton und zu den Moreaki Boulders. Bei den Boulders waren wir ja schon das eine oder andere Mal, sind aber immer wieder lustig und die Ecke an sich ist sehr schön. Und so viele Pinguine wie dort haben wir sonst noch nie gesehen. Außerdem haben die da noch ein sehr geniales Fischrestaurant! Ansonsten haben wir noch einige lange Strandspaziergänge unternommen, aber das wird im Sommer ja noch besser sein.
Da ich ja nun in einer Firma mit Farm Consultants zusammen arbeite, muss ich ja auch wenigstens die Grundlagen vom farming verstehen. So waren wir auf einer Farm eines Freundes und haben beim "lamb tailing" geholfen. Mal was ganz anderes... aber sehr interessant. Mit einem anderen Kollegen habe ich einige Milch-Farmen besucht und die eingesetzte Technik erklärt bekommen und auf einer Hirsch-Farm war ich nun auch schon. Schon alles sehr professionell hier! Und das Beste ist dann ja, dass wir z.B. Fleisch direkt bekommen können, hmmm! Da Kanninchen hier als Plage gelten, habe ich auch bei der Jagd mitgeholfen und konnte mal meine Tontauben-Schießkünste unter echten Bedingungen testen - hat ganz gut geklappt. Es ist wirklich kaum zu glauben, wie viele Hasen (und Opossums) es hier gibt!
Die Basketballsaison ist nun vorbei und wir sind 3. geworden. Letztlich etwas entäuschend, da wir die ganze Saison eigentlich gut gespielt haben, dann aber im Halbfinale ausgeschieden sind. Anyway, gibt Schlimmeres und so ernst nehme ich das eh nicht mehr. Jetzt, da es wieder wärmer und heller ist, gehen wir öfter mal laufen. Direkt hier in MacAndrew Bay gibt es ein paar richtig schöne Strecken, wenn auch alle sehr hügelig.
Skilaufen war ich auch noch ein Wochenende, dieses Mal in Treble Cone bei Wanaka mit ein paar Kollegen von Jennifers Arbeit. War richtig lustig, leider hatten wir aber einen Tag schlechtes Wetter. Ansonsten fangen wir nun auch wieder an Golf zu spielen und hatten schon ein paar schöne Tage auf dem St. Clair und anderen Golfplätzen hier in Dunedin und Umgebung. Zur Weihnachtsfeier in meiner Firma werden wir wohl auch erst mal Golf spielen und dann irgendwo schick essen
gehen. Weihnachtsfeier im Sommer, daran habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Apropos Weihnachten, über Weihnachten und Silvester haben wir dieses Jahr ja nun leider keinen Besuch und so fahren wir über die Tage in die Marlborough Sounds und machen noch mal schön Urlaub da oben.

 

27.07.2008:
Nach etwas längerer Sendepause wird es endlich mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen… Wie ja schon letztens angekündigt, stand mal wieder ein Umzug vor der Tür. Der Umzug an sich war sehr schnell erledigt, mit einem kleinen Transporter und der Hilfe von ein paar Freunden war in zwei Stunden das Gröbste getan. Danach begann dann die etwas mühseligere Arbeit mit Auspacken und gemütlich einrichten. Da wir darin aber schon sehr geübt sind, hatten wir es im Handumdrehen wieder sehr gemütlich. Wir fühlen uns sehr wohl in diesem Haus und finden es das Schönste von den bisher drei Häusern in denen wir nun schon hier gelebt haben. Nun freuen wir uns auf dem Sommer, um die geniale Lage erst so richtig auskosten zu können.
Genau an Jennifers Geburtstag habe ich dann meine Master
Thesis abgegeben und so gab es gleich zwei Sachen zu feiern. Nachdem Jennifer an dem Tag zufälligerweise noch eine Golfstunde hatte und ich sie auf die Driving Range begleitet hatte, waren wir im Anschluss richtig schick essen.
Nun hatte ich Zeit, mich so richtig auf die Jobsuche zu stürzen und außerdem auch noch die Abschlusspräsentation vorzubereiten. Die Abschlusspräsentation war dann Mitte Juni und ich habe das komplette Projekt noch einmal für meinen Supervisor, die Chefs vom MBA und den CEO des Klienten zusammengefasst und präsentiert. Die Fragen konnte ich scheinbar auch einigermaßen beantworten, da das Feedback schon mal ganz gut war.
Ach ja, das Thema war "Carbon Trading - The Forestry Sector in the New Zealand Emission Trading Scheme". Wer Interesse an dem Thema hat, ich kann gerne eine Kopie schicken... In derselben Woche war ich dann auch gleich mit der Jobsuche erfolgreich. Ich hatte mich bei der Suche erst mal auf Dunedin beschränkt und ein Consulting Unternehmen war sehr interessiert an meiner Thesis und dem Potential, dieses Thema in ihr Unternehmen zu integrieren. Für mich klang das auch sehr interessant und seit dem  23. Juni hat dann der Ernst des Arbeitslebens wieder begonnen.
Einerseits habe ich mich ja schon drauf gefreut, wieder mit Leuten zusammen arbeiten zu können und nicht zu Hause zu sitzen und an einem Report zu schreiben, aber an das täglich frühe aufstehen, wollte ich noch gar nicht denken. Aber erst mal hatte ich ja noch eine Woche Urlaub und Jenni hatte sich noch zwei Tage frei genommen. Das Wetter war zu der Zeit auch richtig super und so haben wir einige Stunden auf unterschiedlichen Golfplätzen verbracht und waren ein bisschen auf unserer Halbinsel unterwegs, wo sogar ein kleiner Blue Penguin unseren Weg kreuzte (siehe Photos). Apropos Wetter... climate change is happening! Der Winter ist hier bisher extrem warm, so dass wir bisher nicht einmal richtig Skilaufen gehen konnten und auf kälteres Wetter in den kommenden Wochen hoffen. Dieses Wochenende hat es eigentlich nur geregnet und ich hoffe mal, dass es in den Bergen ordentlich geschneit hat! Positiv war, dass wir so in den letzten Wochen noch viel draußen machen konnten, z.B. Strandspaziergänge, Golfen oder Fahrradtouren. Aber nun wäre es auch mal cool, wenn wir ein Wochenende Skilaufen gehen könnten!
Ich arbeite ja nun schon wieder seit einem Monat und bisher ist es auch ok, muss aber mal sehen, wie sich das weiterhin entwickelt. Der Vertrag ist erst mal für drei Monate, aber mit der Absicht, dann Jahresverträge anzuhängen. Richtig angestellt bin ich nämlich nicht, sondern habe mich als Consultant selbständig gemacht (relativ normal hier). Wenn ich bzw. ich und meine Firma genügend Klienten finden, dann kann das schon recht lukrativ sein, aber eine permanente Anstellung hat natürlich auch was für sich. Wie gesagt, mal sehen wie sich die kommenden zwei Monate entwickeln.
Neben der ganzen Arbeit ist aber immer noch genug los. Ganz großes Highlight war letztens das Rugbyspiel im Rahmen der Tri-Nations - Neuseeland „All Blacks“ gegen die Südafrika "Springboks" hier in Dunedin. Das Stadium war ausverkauft und die Stimmung war riesig. Leider hatten die „All Blacks“ knapp verloren. Nach kurzem Ärger, der sich in herumfliegenden halbvollen Bierdosen äußerte, ging die Party dann trotzdem los. Jede Bar und jeder Pub war proppevoll und die Taxifahrer waren gefragt ohne Ende. Bevor es aber in die Stadt ging, sind wir gleich nach dem Spiel noch zu einem Kumpel, dessen Firma eine Corporate Box im Stadium hat. Schon nicht schlecht solch eine Box, schön warm darin und dann noch free booze, wie man hier so schön sagt! Leider gibt es die Firma im kommenden Jahr nicht mehr

Ansonsten sind wir diese Woche mal zu einer Theatervorstellung gegangen. Hörte sich ganz witzig an, war ein Comedy - „Dirty Dusting“. Drei alternde Büroputzfrauen, in Nähe des Rentenalters, die durch jüngeres Personal ersetzt werden sollten und auf die Idee kamen, mit Telefonsex Geld zu machen. Die Idee entstand, als jemand irrtümlicherweise die Nummer von diesem Büro anwählte
Britischer Humor at its best!
Ein weiterer Grund zum feiern war dann auch das Ergebnis meiner Master
Thesis, so dass das obligatorische Freitagsbierchen nach der Arbeit dieses Mal etwas länger gedauert hat. Nun ist der MBA also wirklich komplett abgeschlossen, obwohl die Graduation dann erst im Dezember ist. Die hätte ich nun auch schon im August machen können, aber im Dezember ist das Wetter ja nun eindeutig besser und außerdem werden meine Eltern wohl tatsächlich mal nach Neuseeland kommen und so können wir dann zusammen hier feiern!

  

28.04.2008:

Es gibt mal wieder ein paar Neuigkeiten aus Neuseeland von uns zu berichten.
Die wichtigste Entscheidung für uns war dabei ja erst mal, was wir denn nach meinem Studium machen. Ende Mai soll es dann ja auch endlich mal abgeschlossen sein und von mir aus könnte die Master Thesis auch schon vorher fertig sein… aber das ist ein anderes Thema. Uns gefällt es ja wirklich gut hier unten und daher hatten wir uns Anfang dieses Jahres für die permanente Aufenthaltsgenehmigung hier in Neuseeland beworben. Neben Unmengen an Papierkram (Hut ab Jennifer!) wurde uns das auch als ziemlich langwieriger Prozess geschildert, aber siehe da… nun sind wir schon Halb-Kiwis geworden. Die Regelungen sind hier etwas komisch… also, wir haben nun zwei Aufkleber im Pass, einer ist die permanent Residency, welche (Überraschung) ein Leben lang gültig ist. Der andere Aufkleber ist das Returning Visa, welches einem erlaubt, wieder in Neuseeland einzureisen, wenn man mal raus möchte. Und dieses Visum ist nun erst mal für zwei Jahre, bis April 2010, gültig. Nach den zwei Jahren muss man sich dann auf eine Erneuerung dieses Visums bewerben und wenn das klappt, dann ist auch das ein Leben lang gültig. Das würde bedeuten, wir könnten jederzeit in Neuseeland ein- und ausreisen, arbeiten und hier leben, auch wenn wir zwischendurch erst mal ein paar Jahre wieder in Deutschland gelebt haben sollten. Um diese Visa zu bekommen, müssen wir nun aber die nächsten zwei Jahre hier in Neuseeland leben und so ganz einfach ist uns die Entscheidung dabei ja nicht gefallen. So ganz um die Ecke ist es ja leider nicht und wir vermissen Familie und Freunde schon ganz schön! Wir haben uns aber trotzdem dafür entschieden, noch 2-3 Jahre hier unten ranzuhängen und der Plan so weit ist, danach nach Hamburg zu gehen.
Nachdem wir diese Entscheidung getroffen hatten, mussten wir dann ja mal sehen, was wir dann hier unten nach dem Studium machen. Dunedin gefällt uns super, Jennifer hat es wirklich gut getroffen mit ihrem Job und schließlich hat ihr Arbeitgeber ja auch die ganzen Visa-Kosten übernommen. Wir versuchen daher, hier in Dunedin zu bleiben und für mich heißt es nun bald, einen Job zu finden und das wird wohl nicht ganz so einfach werden. In Wellington oder Auckland sieht es da schon ganz anders aus und wenn es nun gar nicht klappen sollte, dann müssen wir halt mal schauen. Bisher bin ich aber noch ganz optimistisch, dass ich auch hier einen guten Job finden werde. Ende Mai werden wir dann auch noch mal umziehen, macht ja so einen Spaß! Ne, aber unsere jetziges Haus ist doch ganz schön teuer und wir haben ein tolles kleines Haus knapp 10 Kilometer von Dunedin gefunden, was dann auch noch sehr viel günstiger ist. Wir hatten schon eine ganze Zeit in der Gegend geschaut und vor knapp zwei Wochen ging dann alles plötzlich ganz schnell. Also noch ein Grund für mich, hier einen Job zu finden. Ein weiterer Grund für den Umzug ist, dass unser jetziges nicht wirklich die beste Unterkunft für den kommenden Winter sein würde. Im neuen Haus ist eine Heatpump installiert und wir haben auch wieder einen Kamin, so kann der Winter kommen. Apropos, bisher ist das Wetter immer noch super, heute waren es knapp 20 Grad hier in Dunedin, aber es kann wohl nicht mehr lange dauern, bis die Temperaturen runtergehen. Da habt ihr es ja besser… Wir überlegen auch deswegen immer noch ein wenig, doch noch für ein paar Wochen im Sommer/Spätsommer nach Deutschland zu kommen und mal wieder überall hallo zu sagen und ein paar Dinge zu regeln, aber neben den Kosten müssen wir dann ja auch erst mal die Zeit dafür haben. Mal wieder hängt das auch von meinen neuen Job ab. Wenn das nicht klappen sollte, so überlegen meine Eltern Ende des Jahres nach Neuseeland zu kommen, so dass wir gemeinsam meine Graduation feiern können. So richtig mit Robe und Hut, wird bestimmt lustig.
Zuerst muss ich aber wie gesagt ja noch mein Studium abschließen und so langsam aber sicher nimmt die Thesis Form an. Diese Woche treffe ich mich mit meinem Supervisor und der Firma, für die ich den Report anfertige und dann weiß ich ja hoffentlich mehr.
Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten, die Basketball Saison hat wieder angefangen und das erste Saisonspiel haben wir mit zwei Punkten verloren… das muss besser werden. Letztes Wochenende war ich mal wieder mit einem Kumpel Golfen und wir haben tatsächlich alle 18 Löcher in gut 3 Stunden geschafft, es wird langsam besser. Jennifer fängt am kommenden Wochenende auch einen Golfkurs an, 6 Wochenende lang, mal sehen ob es ihr gefällt. Tontaubenschießen wird auch besser, letzten war ein ClubDay an dem wir bei herrlichem Wetter in 5er Gruppen auf 75 völlig neue Ziele geschossen haben. Neu in dem Sinne, dass die Tontauben nicht wie immer an einem vorbeifliegen, sondern diesmal die wildesten Kurven usw. vollziehen. Ein Beispiel – der „rabbit“ bei dem die Tontaube von dem Katapult aus über den Boden rollend weggeschossen wird, sehr schnell übrigens. Hat richtig Spaß gemacht und es gab sogar eine Schrotflinte zu gewinnen, wir waren aber nicht erfolgreich. Also nicht nur Studium und Arbeit hier unten, aber das wäre ja auch langweilig.

 

10.04.2008:
Über die Osterfeiertage spielte das Wetter hier super mit und somit wurde der Mount Cook tatsächlich zu unserem Ausflugsziel. Am Karfreitag sind wir nach gut vierstündiger Fahrt im Mt. Cook Village angekommen und haben uns für drei Nächte ein Zimmer im Hotel „The Hermitage“ im zehnten Stock mit Panoramablick zum Mt. Cook gemietet. An dem Tag schauten wir uns die Umgebung noch etwas an und unternahmen kleinere Wanderungen. Die Wanderung zum Tasman Glacier Lake hatte sich richtig gelohnt. Der milchig trübe Gletschersee mit seinen Eisbrocken und der Bergkulisse drum herum sah schon richtig super aus! Allerdings konnten wir den Anblick nicht all zu lange genießen, da Jennis „kleine Freunde“ wieder ankamen – die Sandflys. Echt kleine lästige stechende Fliegen! Den Abend haben wir dann mit einer Sauna ausklingen lassen. Der nächste Tag war leider sehr bewölkt und wir konnten überhaupt nichts mehr von den Bergen sehen. Wir machten aber das Beste daraus, Wanderungen im Wald mit Vogelbeobachtung. Am Nachmittag sind wir mit dem Auto noch zum Lake Pukaki gefahren, wo es eine sehr seltene Vogelart zu beobachten gibt – den Black Stilt! Der Ostersonntag war dann wie aus dem Bilderbuch, blauer Himmel und Sonne pur und das so um die 20 Grad. Was will man mehr… Dies waren die besten Voraussetzungen für den dreieinhalbstündigen Hooker Valley Track. Der Track führt über zwei Hängebrücken und immer entlang des Hooker Rivers bis hin zum Hooker Lake. Eine super Wanderstrecke mit toller Umgebung. Und weil uns das noch nicht gereicht hat, haben wir noch den einstündigen Kea Point Walk gemacht, von wo aus wir ebenfalls einen genialen Blick auf den Mt. Cook hatten und die Mueller Gletscher. Danach hat es aber gereicht… Abends waren wir lecker im Hotel „A la card“ essen. Mmmh, das war lecker!!! Ostermontag machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Dunedin. Diesmal aber mit einem kleinen Umweg über den Dansey’s Pass zum Taieri River, da ich noch Angeln wollte. Und außerdem lohnt sich der kleine Umweg sowieso, da die Strecke über den Pass super Ausblicke bietet. Nun aber wieder zum Angeln – ich war nämlich erfolgreich, drei Forellen! Nachdem die Sonne untergegangen war, haben wir uns aber endlich auf den Rückweg gemacht, da wir noch zwei Stunden Fahrt vor uns hatten…
Hier in Dunedin ist ansonsten wieder der Alltag eingekehrt. Jenni arbeitet und ich versuche meine leidige Thesis fertig zu bekommen. Es stockt gerade ein wenig, aber muss ja...
In einer Woche fängt dann für mich wieder die Basketballsaison an. Die letzten Wochen hatten wir viel Training, da wollen wir mal sehen, ob sich das auch gelohnt hat. Die Mannschaft ist ziemlich gleich geblieben im Vergleich zum Vorjahr, so kennt man sich nun schon etwas besser.
Am Wochenende gehen wir dann zu Gary's Geburtstag golfen und Pizza essen und am Sonntag ist Clubtag im Schießclub. William und ich wollen da mal hin um zu sehen, wie denn die anderen Mitglieder so alle drauf sind und vielleicht treten wir dann ja auch ein. Es wird wohl den ganzen Tag in allen möglichen Disziplinen geschossen und am Ende des Tages kann man dann sogar eine Schrotflinte gewinnen! Das wäre ja was... es gewinnt übrigens nicht der beste Schütze, sondern es wird eine Nummer gezogen und derjenige, der so viele Treffen wir die Nummer hat, der gewinnt.
Letztes Wochenende war auch sehr lustig, Karl und ich haben uns auf ein Bier getroffen und Jason kam kurzfristig dazu und hat uns in seine Box beim Rugby eingeladen! Das war natürlich mal super und die Highlander haben sogar ihr erstes Spiel der Saison gewonnen. Nach einigen Drinks ging es dann noch ins Casino zum Black Jack spielen, diesmal keine Gewinne, aber auch keine Verluste.

  

 

19.03.2008:
So viel ist in letzter Zeit gar nicht passiert hier... nachdem ja nun alle Weihnachts-Besucher wieder weg waren, kam gleich die nächste "Anmeldung" und ein alter Bekannter aus Schleswig-Holstein kam mit einem Kumpel für zwei Tage vorbei. Nun wird es ja langsam aber sicher doch Herbst hier und von daher wird es das wohl mit dem Besuch erst mal gewesen sein. Diese Woche können wir uns aber ganz und gar nicht beschweren, da die Temperaturen hier wieder über 20 Grad gestiegen sind und jeden Tag die Sonne scheint. Wenn das über Ostern auch noch so bleibt, wäre das super, da Jennifer und ich da ein paar Tage wegfahren wollen. Wir wissen noch nicht genau wohin und machen es auch wetterabhängig, aber Mount Cook steht ganz oben auf der Liste.
Die Master Thesis nimmt ansonsten so langsam Form an und ich habe immer noch das Ziel, Ende April damit fertig zu sein... bin ja mal gespannt. Das Thema "Carbon Trading" ist aber wirklich sehr interessant und mit etwas Glück finde ich ja später auch einen Job in der Richtung. Apropos, Jennifer und ich haben nun ziemlich sicher beschlossen, noch ein paar Jahre hier zu bleiben. Es könnte noch am Visa scheitern, den Antrag haben wir letzte Woche abgeschickt, aber eigentlich sollte es damit keine großen Probleme geben. Für mich geht dann in Kürze auch die Jobsuche los, die generelle Situation in Neuseeland ist ganz vielversprechend. Ob ich allerdings einen guten Job in Dunedin finde... das ist schon eher die Frage, da die meisten größeren Unternehmen doch in Wellington, Christchurch und Auckland sind. Wellington und Christchurch wäre ja noch ok, aber Auckland muss dann doch nicht unbedingt sein. Jenni's Firma hat glücklicherweise Büros in fast allen größeren Städten in Neuseeland und so wäre das für sie wohl kein größeres Problem, den Ort zu wechseln. Wenn alles nach Wunsch laufen sollte, würde ich aber etwas Tolles in Dunedin finden und wir würden hier bleiben. Im Moment überlegen wir , ob wir vor meinem neuen Job noch mal nach Deutschland kommen, da es danach ja wohl etwas kompliziert werden könnte mal eben für ein paar Wochen nicht da zu sein, aber mal sehen, ob das klappt.
Ansonsten hat hier die Basketball Saison wieder angefangen und es macht wieder richtig Spaß zu spielen. Die Punktspiele fangen dann Ende April an, also noch etwas Zeit, um wieder in Form zu kommen und die neuen Mitspieler kennen zu lernen. Zusätzlich spiele ich in letzter Zeit auch immer mal wieder Golf und habe nun sogar meine eigene Ausrüstung. Nachdem ich einen Wochenendkurs über die Uni gemacht habe, klappt es nun auch schon ganz gut und alleine in Dunedin sind schon fünf Golfplätze, also genug Abwechslung. Hier ist es übrigens überhaupt kein Problem auf einen Golfplatz zu kommen und die Preise sind sehr niedrig, besonders für Studenten. Nun muss ich nur noch Jennifer davon überzeugen, es auch mal ernsthaft zu versuchen und dann können wir mal zusammen eine Runde Golfen gehen. Ein weiteres neues Hobby ist Tontaubenschießen... kein Witz. Das kann jeder hier machen und zusammen mit einem Kommilitonen gehe ich nun jeden Montag auf den Schießplatz und wir üben ein oder zwei Runden. Es macht Spaß, ist mal was ganz anderes und so langsam treffen wir schon ganz gut! Wie ihr seht, es ist also eine Menge Freizeitstress angesagt, aber ansonsten würde es ja auch langweilig werden.

  

04.02.2008:
Mensch nun habe ich ja lange nichts mehr geschrieben! Mal überlegen, was in der Zwischenzeit so alles passiert ist... ok fangen wir mal mit dem Studium an. Das letzte Modul mit Vorlesungen ist geschafft und nun steht "nur" noch die Master Thesis aus und dann war es das auch schon, die Zeit rast nur so! Die Kurse im letzten Modul waren alle sehr interessant und dies Modul war auch mit Abstand mein Lieblings-Modul. Zum einen hatten wir die International Business Week mit vielen interessanten Sprechern und Themen und zum anderen mussten wir die so genannte Life Case Study durchführen. Dies dient als Vorbereitung für die jetzt folgende Master Thesis, nur das man die Life Case Study im Syndicate macht und die Thesis dann ja alleine. Wir hatten Glück als Syndicate, da wir einen sehr interessanten Fall zugewiesen bekommen haben. Wir sollten einen strategischen 3-5 Jahresplan für eine kleine Dunedin Firma entwickeln und so konnten wir dann endlich mal die ganzen Sachen anwenden, die wir im letzten Jahr gelernt hatten. Der Klient und auch der MBA waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis und so war das ein perfektes Ende für das akademische Jahr. Ab Mitte Dezember hatten wir dann nämlich einen Monat Urlaub! Jennifer hat in ihrer Firma auch so lange Urlaub bekommen und so konnten wir uns dann mal so richtig Zeit nehmen, uns dieses tolle Land anzusehen. Wie schon erwähnt kamen dann ja noch ein paar Freunde aus Deutschland rüber und so mussten wir das nicht mal alleine machen, sondern waren in einer schönen großen Gruppe unterwegs.
Das Timing war super - Matten und Sünne, unsere ersten Besucher, kamen an dem Tag an, an dem ich meine letzte Präsentation hatte und die letzten kamen dann am letzten Arbeitstag von Jennifer hier unten an. An dem Tag war gleich mehrfacher Grund zu feiern, zum einen war es die Abschlussparty vom MBA und zum anderen war es Gesas Geburtstag! Viele Kommilitonen schreiben die Master Thesis im Ausland oder aber ersetzen die Thesis durch ein Auslandssemester und so war es der letzte Abend zusammen. Schon traurig, dass nun viele weg sind, da man sich in dem einen Jahr doch schon recht gut kennengelernt hat und so neue Freunde gefunden hat. Den Tag nach der Feier haben wir alle ganz ruhig angehen lassen (warum nur...) und haben uns später noch Dunedin und die Otago Peninsula angesehen. Neben Pinguinen und Seelöwen haben wir noch die Albatrosse gesehen und ich glaube allen hat Dunedin genauso gut gefallen wie Jennifer und mir auch. Dann ging es auch schon los auf die große Tour! Erste Station waren die Catlins, wo wir uns wie abgesprochen alle in der gleichen Unterkunft wiedergefunden haben. Insgesamt waren wir nämlich mit drei Autos unterwegs und so war die Koordination manchmal nicht ganz einfach, aber wie wir dann gemerkt haben, auch nicht wirklich kompliziert. Neben Wasserfällen und weiteren ersten Highlights haben wir abends wieder Pinguine am Petrified Forest beobachten können. Dies ist ein versteinerter Wald, der darauf schließen lässt, das Neuseeland einmal Teil des Riesenkontinents Gondwana war. Ach ja und tagsüber hatten wir doch tatsächlich mal Regen. Wie sich im Laufe des Urlaubs aber herausstellen sollte, hatten wir ansonsten (mal wieder) wahnsinniges Glück mit dem Wetter, vielleicht noch einen oder zwei weitere Regentage und das war es dann auch schon!
Wie auch immer, am nächsten Tag ging es weiter nach Stewart Island, wo wir zwei Übernachtungen hatten. Ein Teil der Reisegruppe ist erst gar nicht mit hingekommen oder ist nur einen Tag geblieben. Wir haben es aber im Nachhinein nicht im Geringsten bedauert, dort länger geblieben zu sein. Ganz im Gegenteil, es war eins der absoluten Highlights! Neben angeln, wandern, BBQ und Vögelbeobachtungen konnte man in dem tollen Haus super relaxen und wir hatten einen tollen Blick übers Wasser. Die Kiwi Tour, die wir eigentlich noch machen wollten, war leider ausgebucht und auch im ganzen restlichen Urlaub haben wir dann keinen einzigen Kiwi zu Gesicht bekommen! Dafür aber eine Unzahl an neuen Vogelarten, das hat etwas entschädigt. Nach drei Tagen auf Stewart Island und Unmengen an selbst geangeltem Blue Cod ging es weiter Richtung Milford Sound und Te Anau. Auch diese Ecke von Neuseeland ist einfach wunderschön und obwohl die West Coast ja auch Wet Coast genannt wird, da es dort eigentlich immer regnet, hatten wir nur Sonnenschein. So hatten wir eine tolle Tour über den und zum Milford Sound und für mich war es auch mal interessant, die Gegend ohne Regen zu sehen. Beim letzten Besuch hat es nämlich ordentlich geschüttet, was aber auch ok war, da dann tausende von kleinen Wasserfällen die Berge runtergekommen sind. Der Weg zum Milford Sound war auch super, da zu der Zeit eine Unmenge von lila Blumen blühen (den Namen habe ich schon wieder vergessen...), aber da sagen die Photos, denke ich mal, mehr als Worte. Über Queenstown ging es dann weiter nach Haast und zu den Gletschern. In Queenstown mussten wir dann schon Dani verabschieden, die sich wieder auf den Rückflug nach Deutschland gemacht hat.  So war leider erst einmal die erste lustige Doppelkopfrunde gesprengt und eine neue sollte erst wieder in Wellington zusammen kommen...
Henryk und Pauli waren zu der Zeit schon einen Tag vor uns unterwegs und hatten in Queenstown den obligatorischen Bungeesprung gemacht. Das Video und die Photos sahen schon cool aus! Nach Queenstown waren die Gletscher unser nächstes Ziel. Matten, Sünne und ich hatten uns allerdings gegen eine Gletschertour entschieden. Dafür hatten Jenni, Gesa, Gisi, Henryk und Pauli einen genialen Heli-Hike bei wieder mal tollem Wetter. Weiter ging es über Harihari nach Hokitika und dann nach Punakaiki zu den Pancake Rocks. Die Hokitika Gorge auf dieser Strecke ist übrigens einen lohnenden Besuch wert. Der Fluss ist dort durch bestimmte Mineralien türkisblau gefärbt und sah einfach nur super aus. Ja und dann war auch schon Heiligabend und so haben wir uns alle in Nelson wieder getroffen und unser Weihnachts-Luxus-Apartment bezogen. Die Unterkunft war wirklich spitze, nur leider war das Wetter diesmal nicht so doll und bewölkt. Unser Weihnachts-BBQ ist damit ausgefallen, dafür haben wir dann alle schön zusammen gekocht und ordentlich Geschenke ausgetauscht. Gerade an den Tagen hat es wirklich ungemein geholfen, dass wir nicht alleine hier unten waren und nicht mit der Familie feiern konnten! Am 1. Weihnachtstag sind dann einige nach Nelson in die Stadt gefahren, Pauli, Jennifer und ich sind aber einfach an den Strand nach Rabbit Island gefahren und haben uns an den Strand gelegt und mal nüscht gemacht... sehr genial! Denn am nächsten Tag war das faulenzen auch schon wieder rum und es ging zwei Tage in den Abel Tasman National Park. Am ersten Tag sind wir gute 23 Kilometer gewandert und nach 8-9 Stunden waren wir dann auch ganz gut platt. Kaum waren wir am Campingplatz angekommen und hatten unser Gepäck gefunden, da sah man auch schon dicke Regenwolken kommen und wir haben lieber schnell die Zelte aufgebaut, bevor wir baden gehen wollten... aber daraus wurde dann nichts. Statt eines Regenschauers kam ein 15minütiger Hagelschauer runter! Kaum zu glauben, da der ganze Tag eigentlich richtig schön warm war. Nun ja, danach war es auf jeden Fall ziemlich kalt und außer Dagmar war niemand so richtig drauf vorbereitet gewesen, aber zum Glück hatten wir einige Alkoholreserven eingesteckt, die dann gemütlich am Lagerfeuer vertilgt wurden. So wurde der Abend noch richtig lustig und gefroren hat auch keiner mehr. Am nächsten Tag ging es dann mit einiger Verspätung per Kajak zurück nach Marahau. Die Paddeltour war richtig super, wir haben Neuseeländische Seehunde gesehen (und gerochen!) und zwei von denen hätten fast Gesa und Gisi aus dem Kajak gehauen. Sowohl die Wanderung als auch die Kajaktour führte vorbei an malerischen Buchten mit türkisem Wasser, umgeben vom Regenwald... schon wirklich eine tolle Ecke. Der einzige Minuspunkt war, dass es ziemlich voll war und man eine Menge anderer Leute getroffen hat, aber nun ja. Ich glaube, alle anderen waren dann aber auch froh, die Paddeltour hinter sich gebracht zu haben, denn das ging ganz schön auf die Arme. Da aber am Tag vorher die Beine und Füße dran waren, war das eigentlich ok. Abends haben sich die verschieden Autogruppen wieder getrennt und wir sind gleich nach Picton in die Marlborough Sounds gefahren.
Die Marlborough Sounds sind mit Stewart Island zusammen ja definitiv meine Lieblingsgegenden in Neuseeland! Matten und Sünne hatten dann leider Pech bei Ihrer Delphinschwimmen Tour (wie Gesa und Gisi dann später auch, die sind dann aber noch runter nach Kaikoura gefahren und da war dann alles super!), aber dann ging es am kommenden Tag auch schon los auf den Queen Charlotte Track. Dieses Mal waren wir mit Mountainbikes unterwegs und die kommenden zwei Tage waren eindeutig die anstrengendsten Tage der ganzen Reise... im Prospekt stand ja was von "intermediate" und teilweise "expert"... und so war es dann auch. Die Steigungen waren schon echt heftig, aber wenigstens wurde man auf dem Gipfel immer mit wunderschönen Ausblicken über die Sounds rechts und links belohnt. Und obwohl so einiges geflucht wurde auf der Fahrt, sind wir nun glaube ich alle froh und stolz diesen Ritt überstanden zu haben! Sünnes Sturz ist zum Glück auch glimpflich abgelaufen und so hatten alle nur einen ordentlichen Muskelkater. Ja und dann war es auch schon Silvester, wo wir uns wieder alle in Wellington wieder getroffen haben. Die Fährfahrt von Picton nach Wellington war ganz schön heftig, da es ziemlich stürmig war, aber uns allen ist nicht wirklich schlecht geworden und Sünne wollte am Ende des Urlaubs gar nicht mehr vom Wasser runter. So viel auf dem Wasser war sie wohl im ganzen Leben noch nicht! Ebs hat uns dann an der Fähre abgeholt und somit waren wir dann mit Gisis Freund Brendan komplett für die große Feier am Abend. Brendan hatte selbst mal eine Bar in Wellington und kannte dort noch viele Leute, so dass wir direkt am Hafen neben dem Te Papa in einer tollen Kneipe gefeiert haben. Störend war nur, dass es in ganz Wellington kein Feuerwerk gab! Für Jennifer und mich war es auch mal wieder komisch, zwischen so vielen Menschen zu sein, da Wellington ja nun doch einiges größer ist als Dunedin. Schon komisch wie schnell man sich an das beschauliche Kleinstadt-Leben gewöhnen kann... und dabei hat man selbst mal jahrelang in Berlin gewohnt oder kommt wie Jennifer sogar daher. So haben wir uns dann auch entschieden, schnell wieder aus der Großstadt abzufahren und sind gleich weiter nach Taupo gefahren und haben uns da für ein paar Tage eingebucht. Die Gegend ist auch wirklich schön und im kristallklaren See zu baden, zu angeln oder Golf zu spielen war schon genial.
Als eine Tagestour stand Rotorua auf dem Plan, dem wohl bekanntesten und ältesten Touristengebiet Neuseelands. Dort tritt an vielen Stellen Schwefelluft aus der Erde und die Erde selbst ist auch richtig warm, wenn nicht sogar heiß an manchen Stellen. Gysiere waren dort auch zu bewundern, allerdings wurden die mit Seife zu bestimmten Zeiten zum Ausbruch gebracht, was wohl irgendwie nicht so doll war. Als weiterer Tagesausflug stand für Henryk, Pauli, Gesa und Jennifer der Tongariro Crossing an, den ich ja schon 2003 gemacht hatte, während Ebs und ich Matten und Sünne zum Bus gebracht haben und die beiden sich dann schon wieder auf den Heimflug machen mussten.  Nach diesen doch sehr relaxten Tagen ging es weiter nach Norden auf die Coromandels mit wunderschönen Badestränden, Cathedral Cove und dem berühmten Hot Water Beach. An einer bestimmten Stelle am Strand kann man sich seine eigene kleine Badewanne im Sand graben, die dann durch heiße Quellen nach und nach mit warmen bis heißem Wasser gefüllt wird. Es war dort allerdings so voll, dass wir nur mal kurz die Füße reingehalten haben und uns dann auch gleich an einen anderen Strandabschnitt verzogen haben. Die Wellen dort waren super und man wurde ganz ordentlich durch die Gegen gewirbelt - für die vielen Surfer natürlich ein Paradies. Pauli und ich sind dann noch mal auf eine weitere Angeltour gegangen, auf der aber nur Pauli erfolgreich war und somit wenigstens das Abendessen gerettet hatte. Cool war es, dass wir einen gut drei Meter langen Hai und diverse Pinguine am Boot vorbeischwimmen haben sehen. Ebs, Jennifer und ich mussten uns dann dort allerdings auch von allen anderen verabschieden und nach einer lustigen Abschiedsparty für Gesa, Pauli und Henryk haben wir uns dann über die Waitomo Caves wieder in Richtung Heimat gemacht. Die Waitomo Caves sind ein Höhlensystem mit tausenden, wenn nicht Millionen von kleinen Glühwürmern, die die Höhlendecke besiedeln und es einem vorkommt, als würde man unter einem Sternenhimmel entlangfahren – schon wirklich beeindruckend. Henryk und Pauli hatten schon vorher eine ähnliche Tour gemacht, wie ich beim letzten Besuch, erst in die Höhle abseilen und dann kriechend, schwimmend und paddelnd durch das Höhlenlabyrinth, das war genial! Nach einem Zwischenstopp in Wanganui auf einem tollen Holiday Park und einer tollen Fahrt am Wanganui River entlang (mit leider erfolglosem angeln, obwohl man die Fische überall hat rum schwimmen sehen…) sind wir verbliebenen der großen Reisegruppe weiter nach Wellington, gleich rauf auf die Fähre und endlich wieder rüber auf die Südinsel. Von Picton aus sind wir dann nach Kaikoura gefahren, wo Ebs noch versucht hat auf eine Delphin-Schwimm-Tour raufzukommen, aber da war leider alles ausgebucht. So haben wir uns nur die Gegend und den tollen Strand angesehen und sind dann weiter nach Akaroa auf die Banks Peninsula bei Christchurch gefahren. Beim letzten Besuch hat es uns da ja schon super gefallen und nun hatten wir noch Glück mit dem Wetter. Am Abend sind wir noch kurz angeln gegangen und haben doch tatsächlich ein paar Haie gefangen! Zwar klein, aber eindeutig Haie und super war, dass ein anderer Angler einen recht großen gefangen hat und den aber wegen Abreise nicht essen konnte und wir uns den so in die Pfanne hauen konnten – sehr lecker! Am kommenden Tag hatten wir uns zwei Kajaks geliehen und wollten unser Glück versuchen, mit Delphinen um die Wette zu paddeln, aber leider ist daraus nichts geworden, da wir wohl die einzigen gewesen sind, die keine Delphine zu Gesicht bekommen haben. Nun ja, ein Grund da noch mal hinzufahren. Und dann stand auch schon unsere letzte Übernachtung außerhalb von Dunedin an. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verflogen ist! Die Rückfahrt nach Dunedin war dann recht unspektakulär, außer das die Temperatur von 32 Grad in Akaroa und noch 29 Grad in Oamaru, knapp 100 Kilometer vor Dunedin, auf 11 Grad in Dunedin gefallen ist (da war es dann aber schon gegen 21 Uhr)! Da fühlt man sich doch wieder wie zu Hause… und geregnet hat es natürlich auch gleich noch. Wie auch immer, Jennifer und ich waren irgendwie auch froh, wieder zu Hause zu sein und mal nicht aus dem Rucksack leben zu müssen und auch Ebs war, glaube ich, mal wieder ganz froh, einfach mal nichts oder wenigstens kein Sightseeing machen zu müssen. Hier sind auf jeden Fall erst mal die Photos zu der wirklich genialen Reise! Apropos Photos... so genial ja Digicams auch sind, die Masse an Photos ist manchmal wirklich erschreckend. Erst Recht, wenn man in einer großen Gruppe für längere Zeit reist und dabei dann jeder seine eigene Digicam hat und so noch mehr Photos geschossen werden. So hat es auch dementsprechend lange gedauert, bis dann alle Photos gesichtet, in die richtige Reihenfolge gebracht und schließlich auch noch benannt worden sind.

Ja und nun arbeitet Jennifer schon seit zwei Wochen wieder. Ebs ist nach einer Woche erst mal nach Stewart Island und Fjordland aufgebrochen und ich habe meine Master Thesis in die Wege geleitet. Super war auch, die verbleibenden Kommilitonen wieder zu treffen, was dann auch gleich mit einem BBQ bei uns gefeiert wurde. Ansonsten genießen wir den genialen Sommer in Dunedin mit eigentlich nur Sonnenschein in den vergangenen Wochen - kein Vergleich zu dem verkorksten Sommer letztes Jahr! So haben wir z.B. am letzten Wochenende Muscheln am Strand gesammelt, die wir uns (oder besser ich mir) dann abends gekocht haben, sehr lecker! Am kommenden Wochenende geht es dann mit Ebs noch mal in die Catlins und am folgenden Wochenende feiern Fa und ich unseren gemeinsamen Geburtstag.

  

22.10.2007:
Nach zwei Monaten Funkstille hat sich doch einiges berichtenswerte angesammelt.
Am 28. August waren wir Zeugen einer Mondfinsternis. Es war leider etwas wolkig, aber man konnte es doch gut verfolgen und auch die Photos sind ganz gut geworden. Weiterhin erhielten wir Mitte August einen Anruf von unseren Landlords, dass sie zurück nach Dunedin kommen wollen und wir uns dann nach einem neuen Haus umschauen müssten. Das fanden wir natürlich nicht so doll, da es uns hier ziemlich gut gefällt, aber wir werden schon wieder was Schönes finden. Gerade dieses Wochenende haben wir gleich zwei Häuser gefunden, die wir sofort nehmen würden, mal sehen was sich kommende Woche ergibt. Etwas merkwürdig ist die ganze Sachen, da uns aber noch keine schriftliche Kündigung vorliegt und die Landlords den Wunsch-Einzugstermin von Mitte Oktober... auf Anfang November... auf nun Ende November verschoben haben. So ganz planvoll sind die auf jeden Fall nicht. Na solange wir noch keine Kündigung haben, haben wir wenigstens noch genügend Zeit für die Suche, da man dann innerhalb von sechs Wochen ausziehen muss. Mal sehen, wie sich das so entwickelt. Wenn wir jetzt was finden sollten, dann würden wir halt von uns aus kündigen und umziehen, damit das Thema vom Tisch ist.
Und dann war ja Neuseeland für gute 6 Wochen im Rugby-Weltmeisterschaftsfieber... Leider sind die für die Weltmeisterschaft favorisierten All Blacks im Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich ausgeschieden… wer hätte das gedacht. Das Land ist immer noch im Schock-Zustand! Und dabei sollte das ein besonderes Jahr werden, erst Americas Cup... im Finale gegen Alinghi verloren... dann Cricket Worldcup... früh ausgeschieden... dann Rugby Worldcup... so früh wie nie ausgeschieden... nun bleibt nur noch der Netball Worldcup in einem Monat...
Das dritte Modul im Studium ist ja nun auch schon wieder rum und diese Woche habe ich erfahren, dass ich auch alle Examen bestanden habe (juhu!) und... das waren die letzten Examen für das ganze Studium! Dieses Modul gibt es keine Abschluss-Examen sondern "nur" Assignments und Präsentationen während des Moduls. Das passt mir ja viel besser! Die Fächer waren auch richtig interessant letztes Modul und dieses Modul scheint sogar noch besser zu sein. Die Live-Case-Study z.B. dient als Vorbereitung auf unsere Master Thesis im kommenden Jahr, nur dass wir die Arbeit dieses Mal im Syndicate erledigen können. Wir haben eine sehr interessante Firma bekommen und unsere Aufgabe ist, einen strategischen 5-7 Jahresplan zu entwerfen und die ganzen Sachen, die wir hier gelernt haben, nun wirklich mal anzuwenden. Das wird bestimmt interessant!

Unsere Urlaubswoche im Anschluss an das dritte Modul war mal wieder sehr erlebnisreich und interessant. Nachdem wir in Auckland gelandet sind, fuhren wir mit einem Shuttlebus zur Verleihstelle unseres Campervans, ließen uns ausführlich alles zum Gebrauch eines solchen Wagens erklären und los ging’s. Wir beide hatten keine Erfahrung damit, aber es ist alles sehr einfach zu bedienen. Diesmal erkundeten wir den nördlichsten Teil der Nordinsel - Northland. Bis an die Nordspitze haben wir es zwar nicht ganz geschafft, aber wir wollten auch nicht stressen. Highlights waren der Kauri Waipoua Forest, Bay of Islands, Goat Island Marine Reserve, Tiritiri Matangi Island und selbstverständlich das Linkin Park Konzert in Auckland, was überhaupt Anlass unserer Reise war. Durch Zufall hatte ich gesehen, dass Linkin Park nach Neuseeland kommt und dass dann das Konzert auch noch genau in unsere Urlaubswoche fällt! So sollte das wohl sein und ich hatte mich eh schon immer geärgert, dass ich das Konzert in Berlin verpasst hatte (mal abgesehen von dem horrenden Preis dafür in Europa!) und so war ich einer derjenigen, die in den ersten Stunden Tickets ergatterten, das Konzert war nach drei Stunden ausverkauft. Also Zugabe war dann noch Chris Cornell als weiterer Act dabei und ich konnte den Namen vor dem Konzert nicht richtig zuordnen, aber nach den ersten Liedern fiel mir wieder ein, dass er der Leadsänger von Soundgarden und Audioslave war/ist! Das war mal eine nette Überraschung.
Der Kauri Park und der Waipoua Forest sind Waldschutzgebiete des verbliebenen einst so umfangreichen Kauri Waldes. Dort stehen zwei der bekanntesten Kauri Bäume. Zum einen der Te Matua Ngahere, mit einem imposanten Umfang von rund 16m und mit einem Alter von schätzungsweise 2000 Jahren und zum anderen der Tane Mahuta, der größte Baum in Neuseeland mit einer Höhe von 51m. Durch den Kauri Park machten wir zusätzlich noch eine geführte Nachtwanderung, wo wir zwar die nachtaktiven Kiwis hören konnten, aber leider keine gesehen haben.
In den Bay of Islands haben wir in Pahia übernachtet und haben uns das Treaty House in Waitangi angeschaut, wo der Friedensvertrag zwischen England und den Maoris unterschrieben wurde. Das Treaty House ist nicht „nur“ ein Haus, es liegt mitten in einem sehr schönen National Reservat, wo wir dementsprechend auch eine Menge Vögel beobachten konnten. Wie eigentlich überall haben wir mit unserem Camper auf einem Holiday Park übernachtet und die liegen meistens wirklich schön! Zwei mal waren wir direkt am Meer, einmal direkt am Fluss und auch sonst waren die Parks wirklich schön. Ich war ja etwas skeptisch am Anfang, wie die Sache mit dem Camper so laufen wird, aber ich muss sagen, das hat echt Spaß gemacht und es ist eine echte Alternative. Leider etwas teurer, als mit dem Auto herumzufahren und in Hostels zu übernachten, aber mal sehen, wann wir es noch mal machen werden.
Wieder in Richting Süden unterwegs haben wir das Goat Island Marine Reserve besucht. Es ist sehr gut zum Tauchen und Schnorcheln geeignet, wir sahen schon von der felsigen Bucht aus die riesigen Fischschwärme und wollen da auf jeden Fall noch mal hin, wenn es wieder etwas wärmer ist. Insgesamt hatten wir Glück mit dem Wetter, es war halt richtiges April-Wetter... oder besser Frühlingswetter. Die Temperatur war so um die 20 Grad, aber in der Sonne wurde es schon richtig warm.  Das Wetter war halt sehr abwechslungsreich, Schauer... Sonne... Schauer... aber mit einem Camper war das ja eigentlich kein Problem, da man dann auch mal kurz Pause machen konnte. Die fünf Tage mit dem Camper waren irgendwie total schnell rum. Zum Schluss ließen wir es uns noch so richtig gut in einem Thermal Spa Resort mit heißen Bädern, Massage und Sauna gut gehen, bevor es nach Auckland ging.
Neben Sightseeing in der City - Skytower, shoppen (Jenni hat endlich mal neue Schuhe gefunden!), Hafen, Museum, Parks… buchten wir noch einen Tagesausflug mit einem Boot zur Tiritiri Matangi Island – ein Reservat für seltene Vogelarten. Das war echt super dort und interessanterrweise hat einer meiner Professoren das Projekt in den 70'iger Jahren gestartet. Da muss ich ihn noch mal zu fragen. Tatsächlich sahen wir dort sehr viele neue und vor allem seltene Vogelarten und das Wetter war zudem auch noch perfekt. Interessant wäre es noch, dort mal zu übernachten und mehr Zeit zu haben, um noch mehr sehen zu können. Auf jeden Fall sind wieder ganz viele neue Photos in der "Wildlife" Abteilung.
Tja – so schnell ist dann auch leider eine Woche rum und wir waren wieder auf dem Rückflug nach Dunedin. Um am nächsten Tag ging es gleich mit dem Studium bzw. der Arbeit weiter. Und nichts da mit erstmal kurz eingewöhnen und so – am zweiten Tag musste ich gleich mal eine Präsentation halten… in der ersten Unterrichtsstunde! da war gleich mal wieder eine Nachtschicht angesagt, da ich natürlich erst am Tag vorher in die Unterlagen geschaut habe, vorher war ja Urlaub... 

Was uns ja so richtig freut ist, dass über die langen Ferien im Dezember /Januar richtig viele Freunde zu Besuch kommen. So weit haben Gesa und Gisi, Henryk, Andreas, Ebs, Sünne und Matten die Flüge gebucht und alle kommen so ca. um die gleiche Zeit an. Das wird bestimmt lustig und mal sehen, wie wir die verschiedenen Reisepläne koordinieren können, so dass wir uns alle möglichst oft treffen. Zumindest den Geburtstag von Gesa, Weihnachten und Silvester wollen wir alle zusammen feiern und wir sind hier über die Feiertage nicht ganz so "alleine" am anderen Ende der Welt!

 

20.08.2007:
Die Tage werden tatsächlich wieder länger und wir fahren nun schon im Hellen los zur Uni/Arbeit und kommen im Hellen zurück! Und was noch besser ist, das Arbeitspensum scheint tatsächlich weniger geworden zu sein und so bleibt auch wieder etwas mehr Zeit, um ein paar Ausflüge oder ähnliches zu machen.
Am Anfang des Moduls hatten wir dann noch die Abschlussfeier des letzten Moduls, dieses Mal haben wir wieder alle zusammen in der Executive Residency gekocht und es war wirklich ein netter Abend. Man beachte meine erste Pavlova, das Neuseeländische National-Dessert - eine herrliche Kalorienbombe! Das "Grundgerüst" gibt es fertig im Supermarkt zu kaufen und dann haut man einfach eine Menge Sahne drüber und belegt/dekoriert das Ganze dann mit Früchten... fertig. Schmeckt wirklich gut und ich bin ja eigentlich nicht so der Dessert-Fan.
Letztes Wochenende waren wir mit ein paar Leuten aus dem Studium in Ohau Skifahren. Das war richtig genial, das Wetter und der Schnee waren super und wir hätten noch leicht ein paar Tage mehr da bleiben können. Allerdings wäre es dann auch langweilig geworden, da das Skigebiet ganze drei (ja 3) Lifte hatte und das ist schon großzügig gezählt. Ein richtiger Sessellift, ein "Magic-Carpet" und ein Tellerlift, den man aber nicht wirklich nutzen konnte - das war es dann auch schon. Die Liftfahrt war dann immer länger als die Abfahrt, aber wie gesagt, für ein Wochenende war es ok. Es sind noch ein paar weitere Skigebiete in der Umgebung und vielleicht fahren wir ja noch ein weiteres Wochenende. Die Preise waren dafür unschlagbar und anstehen musste man auch nie... Hier sind die Photos dazu!
Im Studium geht alles den gewohnten Gang, viel lesen, Assignments und zum Schluss dann wieder die Examen. Diesmal stehen aber nur vier Examen an und im kommenden Modul gibt es dann schon gar keine Examen mehr! Also das Schlimmste schon fast überstanden würde ich sagen. Dafür fange ich aber auch schon an, mir eine Firma für meine Masterthesis zu suchen und so ein bisschen spiele ich mit dem Gedanken, im kommenden Modul auch etwas nebenher zu arbeiten. Mal sehen, was sich so ergibt...
Und damit man sich auch schon auf etwas freuen kann, habe ich schon mal kurzerhand den nächsten Urlaub im Oktober gebucht. Wie der Zufall so will, spielen Linkin Park genau in unserer Urlaubswoche in Auckland und ich war schnell genug (in 3 Stunden ausverkauft!), um Tickets zu bekommen. Die Flüge gab es dann auch noch gleich und so sind wir dann eine Woche ganz im Norden von Neuseeland. Dort sollte es dann schon richtig schön warm sein, so dass wir eine Woche mit einem Wohnmobil rumfahren werden, um dann am Ende das Konzert zu besuchen und zurückzufliegen. Eine Wohnmobil-Urlaub habe ich ja auch noch nicht gemacht, bin ja mal gespannt. Das Wohnmobil scheint auf jeden Fall schon mal ganz cool zu sein, mit Dusche, WC und Küche. 

 

22.07.2007:
Das 2. Modul ist nun vorüber und leider auch schon wieder unser Urlaub. Bevor ich aber zum Urlaub komme, noch ein kurzer Bericht zu den Wochen davor. Neben dem Studium blieb natürlich auch wieder etwas Luft für Freizeit. Aufgrund der Jahreszeit wurde die freie Zeit aber mehr auf Indoor-Activities gesetzt, wie Basketball und Tennis und Kino… Dann organisierte Jennifers Firma mal einen Curling-Abend, an dem wir teilnahmen. War echt spaßig! Es ist gar nicht mal so einfach, den „Stein“ in der Nähe vom Ziel, den Kreisen, zum Stehen zu bringen. Und einzuschätzen wann man mit dem Besen schrubben soll, damit der „Stein“ noch weiter gleitet oder wann man das Schrubben lieber bleiben lässt, ist auch noch eine Kunst für sich. Aber wir haben uns gar nicht mal so schlecht angestellt! Mal sehen, was die Firma als Nächstes veranstaltet.
An Ausflügen stand nicht so viel auf dem Programm. Einmal waren wir am Tunnel Beach und ein anderes Mal waren wir in Brighton für einen langen Strandspaziergang. Zu dem Tunnel Beach, der gleich bei uns in der Nähe ist, gibt es sogar noch eine kleine Geschichte. Und die sagt, dass dort wohl mal ein "Schloss" stand, in dem eine Familie lebte. Leider konnte man nicht zum Strand kommen, weil überall nur Klippen sind. Und da ließ der Vater für seine Tochter, die so gerne zum Strand wollte, einen Tunnel durch die Felsen bauen… Durch diesen Tunnel ist es nun möglich, direkt zum Strand zu gelangen! Netter Vater, besonders wenn man sich den Tunnel mal ansieht...
Die letzte Woche des zweiten Moduls waren dann wieder die Prüfungen, diesmal nur fünf, also jeden Tag eine... am Freitagabend war dann eine richtig nette Abschlussparty. Nur so viel sei verraten, die schwachen Gehirnzellen sind definitiv vernichtet und das neue Modul kann kommen...
Der Samstag war ziemlich ruhig... warum wohl... und am Sonntag sind wir dann durch Central Otago nach Queenstown gefahren, wo uns ein Kommilitone ein günstiges Hotel besorgen konnte. Die Strecke führte durch eine schöne Winterlandschaft - verschneite Berge im Hintergrund und stellenweise „vereiste Natur“. Seht Euch am besten die Bilder dazu an, da dies schwer zu beschreiben ist. Es ist kein Schnee, aber Bäume und Sträucher sind weiß…Queenstown selbst ist DIE Adrenalin-Junkie-Hochburg in Neuseeland. Man kann natürlich Bungie-Jumping, Shotover-Jetboat-Fahren und was weiß ich noch so alles machen und den Trubel mal gesehen zu haben, ist ein Muss für jeden Neuseeland-Besucher. Wir haben das alles nicht mitgemacht (kostet ein Vermögen!) und sind dafür einen Tag Skifahren gewesen, auch nicht ganz billig und leider nicht vergleichbar mit den Alpen, aber trotzdem super. Überhaupt hatten wir absolutes Glück mit dem Wetter, nur Sonne die ganze Woche (abgesehen von ein paar Wolken)! So gehört sich das! So war es nicht allzu schmerzlich, dass wir nun doch nicht nach Fiji oder nach Cairns geflogen sind, da es einfach zu teuer war.
Die anderen Tage in Queenstown haben wir mit Sightseeing verbracht, Jennifer hat ihren ersten richtigen Kiwi (ok ok, im Kiwi Birdlife Park) und ihre erste Maori-Kultur-Show gesehen, wir waren in Glenorchy und (tata!) ich habe einen Lakritzladen in Queenstown gefunden! Schöner hätte der Urlaub gar nicht kommen können. Zusammen mit der Tatsache, dass wir nun ein geniales kleines Restaurant auf dem Weg nach Queenstown kennen, die tatsächlich richtiges Deutsches Brot machen, war das natürlich ein absolutes Highlight! Endlich mal wieder eine gute alte Stulle, was man nicht so alles vermisst an Deutschland...
Unser nächstes Ziel waren die Catlins. Zuerst machten wir Halt am Slope Point, das ist der südlichste Punkt von Neuseelands Südinsel. Weiter ging es zum Petrified Forest in Curio Bay- einem versteinerten Wald direkt am Meer aus der Zeit des ehemaligen Riesenkontinents Gondwana.
Die nächste Station war Porpoise Bay, wo man wohl öfter Delphine antrifft und auch mit ihnen schwimmen kann... aber dafür war es eindeutig zu kalt! Haben also leider keine gesehen, dafür aber eine Kingfisher Familie. So konnten wir ein paar nette Photos und ein schönes Video von einem Kingfisher machen. Ein wirklich schöner Vogel! Und direkt an dieser Bucht fanden wir noch eine sehr schöne Unterkunft. Da werden wir im Sommer mal wieder hin!
Nächster Halt waren die McLean Falls - wieder ein Wasserfall, da haben die hier irgendwie einige von... Ein schöner Track durch den Wald, mit streckenweise vereisten Sträuchern und Farnen, selbst auf dem Boden war es vereist.
Zurück in Dunedin haben wir das immer noch schöne Wetter für ein paar Ausflüge in die Umgebung genutzt, z.B. nach Karitane und zum Blueskin Bay. Unser Besuch beim "Tallest Tree of New Zealand" war leider nicht möglich, da der Track dahin geschlossen war. Gestern waren wir dann mal wieder auf "unserer" Peninsula unterwegs und haben Seelöwen, Robben, Albatrosse aber leider keine Delphine oder Pinguine gesehen. Ist aber immer wieder schön! Das Wochenende ist nun zum Relaxen da und natürlich um Harry Potter zu lesen, der jetzt ja im Handel erhältlich ist. Am letzten Urlaubstag haben wir noch mal eine kleine Tour gemacht und haben uns dabei noch mal bei dem Restaurant mit einem Vorrat an dem Deutschen Brot eingedeckt.
Das dritte Modul kann nun also kommen, auf jeden Fall habe ich schon mal wieder ein nettes Syndicate und in drei Monaten ist wieder eine Woche Urlaub - und der Frühling kommt auch bald!

 

06.06.2007:
DIE Zeit – sie verrast wie im Fluge! Kaum zu glauben, dass wir schon fast ein halbes Jahr hier unten sind und über die Hälfte des 2. Moduls hinter uns haben, und auch schon die erste Prüfung. Apropos Prüfung, die verhauene Economics-Prüfung habe ich dann beim zweiten Anlauf gut geschafft.
Obwohl uns gesagt wurde „Im 2. Modul ist es weniger stressig!“ war davon bisher nicht so viel zu merken. Immer noch genauso viel auszuarbeiten, vorzubereiten, zu lesen, zu präsentieren…  Bei fast allen geht es langsam an die Substanz und die Examenswoche kommt ja noch... Montags habe ich dann Abends sogar noch einen Extra-Kurs belegt, Toastmaster. Das macht aber mehr Laune als Arbeit, man hält viele Vorträge und lernt die Feinheiten der Präsentationstechniken.
Und da man nicht nur studieren kann, habe ich mich jetzt endlich mal bei einem Basketballverein gemeldet und der ist auch noch gleich bei uns um die Ecke, sehr praktisch! Jeden Donnerstag ist Training und am kommenden Samstag soll ich dann schon das erste Punktspiel mitmachen. Mal sehen, ob die alten Knochen noch wollen... Macht wieder richtig Laune! Insgesamt gibt es 4 Herrenmannschaften und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die eine (4. natürlich) eine schöne alte Herren-Truppe die nur so zum Spaß daddeln und mal zu Turnieren fahren (u.a. Hawaii!). Das klingt ja auch ganz verlockend.
Mit Tennis ist es daher dabei geblieben, nur mal so zu spielen - das heißt in keiner Liga mitzuspielen, aber dennoch ein bis zwei Mal in der Woche den Schläger zu schwingen. James, ein Kommilitone von mir hat in etwa das Gleiche Level wie ich und so passt das wunderbar.
Neben Uni und Sport gibt es auch mal die eine oder andere Party, ein Kinobesuch, eine Einladung zum Essen… Langeweile kommt also nie auf! Jennifers Geburtstagsparty war letztes Wochenende, war sehr lustig und lange... 
Die Woche war sogar ein Wal vor Dunedin, leider haben wir den nicht gesehen, da wir ja beide tagsüber nicht zu Hause sind. Vom Wohnzimmer aus hätten wir den wohl sonst gesehen, so ein Mist!
Ansonsten hatten wir wohl den wärmsten Mai seit 20 Jahren, was mir eigentlich ganz gut gefallen hat. So langsam wird es jetzt aber immer kälter, der Ofen ist jeden Abend an und das Holz geht ganz gut weg - müssen wohl bald nachbestellen.
Ansonsten haben wir letzte Woche auch versucht den Urlaub für die nächste freie Woche zwischen Modul zwei und drei zu planen. Fiji stand ganz oben auf der Wunschliste, aber das ist leider eindeutig zu teuer. Das Problem ist wohl, dass wir genau in den Schulferien Urlaub haben und da halt mal alles etwas teurer ist. So sind wir jetzt noch etwas planlos, sind ja aber auch noch vier Wochen und notfalls fahren wir dann halt doch in Skiurlaub. Das ist ja nur 4 Stunden von hier und also immer eine Option, ein wenig Sonne wäre aber auch schön!

 

06.05.2007:
Die Zeit verfliegt ja nur so! Nun ist das erste Modul wirklich schon rum und wir sind schon wieder voll eingebunden im zweiten Modul. Leider hat es nicht mit allen Prüfungen geklappt, Economics muss ich noch mal machen, d.h. in zwei Wochen noch mal das final Exam wiederholen... so ein Mist! Dabei hat mir das Fach richtig Spaß gemacht und eigentlich war ich der Meinung das auch verstanden zu haben. Scheinbar nicht... Nun ja, die anderen Fächer liefen dafür viel besser und mit den Noten bin ich auch zufrieden.
Die Ankündigung, dass es im zweiten Modul etwas ruhiger wird war scheinbar nur eine kleine Notlüge, um uns zu motivieren! Wenn ich mich nicht verzählt habe, stehen 25 Assignments in den kommenden 10 Wochen an und dazu dann noch wieder die Abschlussprüfungen, diesmal "nur" 5. Alles in allem also das reinste Vergnügen. Dazu kommt, dass man sich Ende des Moduls dann auch langsam um eine Firma kümmern muss, in der man dann das Abschlussprojekt machen kann. ich wäre ja immer noch sehr für ein Modul in Vancouver, aber Jennifer ist da nicht so begeistert von, schon wieder umzuziehen. Dazu kommt, dass ihr Job sich auch immer besser entwickelt und das wäre ja auch schade. Na mal sehen, ein bisschen Zeit ist ja noch...

Kommen wir mal zu den etwas angenehmeren Dingen, nach dem Prüfungsstress ging es erst einmal für eine Woche in den wohlverdienten Urlaub. Unsere Reiseroute wurde ein bisschen von der Wettervorhersage mitbestimmt. Somit entschieden wir uns, erst Richtung Norden über den Arthurs Pass an die Westküste zu fahren und dann wieder gen Süden über Wanaka zurück nach Dunedin. Es ist immer wieder interessant durch Neuseeland zu reisen und die dabei sehr vielseitige Landschaft und Natur zu bewundern. Von karger Landschaft bis hin zu Regenwäldern, Gletschern und Seen… wird einem eine Menge geboten. Dementsprechend vielseitig war auch unser Urlaub – Wanderung zu Wasserfällen und Seen, zum Fox Glacier, rauf auf Berge, durch Regenwälder, am Strand entlang, … name it! Es wurde aber nicht nur gewandert. Einmal ließen wir uns sogar mit einem Helikopter durch die Lüfte fliegen. Wir wollten uns nämlich die Gletscher von oben anschauen. Leider waren aber die Wolken an den Bergspitzen so dicht, dass wir nicht bis zu den größeren Gletschern fliegen konnten, aber wir haben so gelernt, dass es ca. 300 Gletscher in dem Gebiet gibt und wir haben uns dann den Tasman Gletscher angesehen. Der Flug selbst war schon ein schönes Erlebnis!

Endlich hatte ich auch mal die Gelegenheit zu Angeln. Das war ein Spaß! Und meine Ausdauer wurde gleich noch mit zwei Forellen belohnt. Die eine Forelle war sogar ein richtig großer Fang, schätzungsweise 1,5 kg! Und geschmeckt haben die... Eine weitere kleine "sportliche" Betätigung war das Tontaubenschießen, das kann man hier einfach so mal machen und mit ein paar Kommilitonen zusammen wollen wir uns auch hier in Dunedin mal danach umsehen. Ansonsten bin ich immer noch nicht zum Basketball spielen gekommen, ist aber fest eingeplant für die kommenden Wochen, dafür habe ich nun schon ein paar mal wieder Tennis gespielt und fange wohl in einer freien Liga an mitzuspielen. Am Golf spielen kommt man hier irgendwie auch nicht vorbei, alleine Dunedin hat, glaube ich, fünf Plätze und so haben wir schon mal die eine oder andere Runde auf den Kursen und auf den Driving Ranges absolviert. Aber die Zeit für diese Aktivitäten wird wohl spätestens in der kommenden Woche wieder arg eingeschränkt sein, aber man kann ja nicht nur studieren!

 

12.04.2007:
Seit dieser Woche bereite ich mich auf die kommende Prüfungswoche vor. Und dann ist auch „schon“ das 1. Modul geschafft … nur noch 5 Examen...
Für Jennifer ist ja nun seit knapp 3 Wochen der Alltag eingekehrt. Die Arbeit gefällt ihr recht gut, die Leute sind alle sehr nett und hilfsbereit und das auch noch bei einem ziemlich lockeren Arbeitsklima. An den ersten kleineren Aufträgen hat sie schon mitgezeichnet.
Das Leben besteht aber nicht nur aus Lernen und Arbeiten. Wir haben nämlich wieder eine Menge gesehen und erlebt – zum einen auf der Peninsula von Dunedin und zum anderen auf unserer Tour über die Osterfeiertage. Hier bei uns waren wir auf dem Soldiers Memorial, von wo aus man einen tollen Blick über ganz Dunedin, den Hafen und das Meer hat, besuchten Larnach Castle, das einzige Schloss von ganz Neuseeland mit einem sehr schön angelegten Garten, wanderten im riesigen Glenfalloch Garden, wo wir wieder sehr gut Vögel beobachten konnten und wagten uns an einem schönen Sonnentag ins Meer, um wenigsten ein Mal drin gewesen zu sein. Ganz schön kalt – kann man leider nicht mit unserem Thailand-Urlaub vergleichen!
Über Ostern fuhren wir entlang der Ostküste Richtung Norden. Unsere Stopps waren Akaroa (auf der Halbinsel bei Christchurch), die Stadt Christchurch und Kaikoura als Highlight mit einer Whale Watch Tour. Die Fahrt raus aufs Meer bei herrlichem Sonnenschein war sehr beeindruckend! Es dauerte nicht lange und wir konnten den ersten Wal beobachten – ein Sperm Whale. Leider machen die nicht ganz so viel, liegen „nur“ für ein paar Minuten an der Wasseroberfläche rum und pusten Wasserfontänen in die Luft. Dafür sieht das Abtauchen umso spektakulärer aus, wenn sich die riesige Schwanzflosse erhebt und dann langsam ins Wasser abtaucht! Als "kleine" Zugabe gab es dann auf dem Rückweg zum Hafen noch einen ganzen Pod Dusky-Dolphins (ca. 200)! Die haben eine richtige Show für uns abgezogen, aber seht selbst bei den Videos. Als weitere Zugabe haben wir auch noch den Wandering Albatross und den Mollymawk Albatross aus nächster Nähe beobachten können.
Auf dem Heimweg zurück nach Dunedin besuchten wir noch ein Weingut, natürlich mit Weinverkostung und wanderten im Peel Forest zu einem kleinen Wasserfall und bestaunten die riesigen Bäume (ein Baum misst sogar einen Umfang von 9 m) und die Vogelwelt im Wald.
Nur noch die Examen überstehen und dann ist eine Woche Urlaub! Mal sehen wo es dieses Mal hingeht, gibt ja noch genug zur Auswahl. Ganz oben auf der Liste steht Stewart Island oder die Gletscher an der Westküste. Mal sehen, wo uns das gute Wetter hinführt...

 

23.03.2007:
Das Partywochenende war eine willkommene Abwechslung für die uns sonst so fleißig Studierenden! Zuerst waren wir zum BBQ bei Glenn (eine Mitarbeiterin der Uni) eingeladen. Sie wohnt in Mosgiel auf einer Farm. Da gibt es einiges zu sehen – Schafe, Ziegen, Esel, Schweine, Hühner… Ziemlich riesig diese Farm! Und riesig sind auch ihre beiden Hunde: zwei Neufundländer! Das war nicht jedermanns Sache… Vor allem nicht Jennifers! Nachdem wir bei strahlendem Sonnenschein und reichlich gutem Essen dort einen schönen Nachmittag verbrachten, ging es weiter zur nächsten Party. Dort wurde übrigens erstmals die Schwarze Sau eingeführt (Insider wissen, wovon die Rede ist), Knaller an dem Abend war aber der Chili Wodka – das ist Wodka, der sich seit einem Jahr zusammen mit Chilischoten eine Flasche teilt! Scheint die Hölle zu sein, dies Gesöff zu trinken! Der Sonntag verlief dann etwas ruhiger J
Letzten Samstag planten wir mal wieder einen kleinen Ausflug. Diesmal fuhren wir Richtung Norden nach Oamaru entlang der Ostküste, knappe zwei Stunden von Dunedin entfernt. Erster Stopp war in Moeraki, um uns die Moeraki Boulders anzuschauen. Dies sind große runde Felsbrocken, die am Strand liegen. Dazu habe ich was Treffendes gelesen – „… als ob Riesen mit Murmeln gespielt hätten!“ Weiter ging’s nach Oamaru. Dort wollten wir uns eine Pinguin Kolonie anschauen. Da die Pinguine dort aber erst zur Dämmerung ans Land kommen und wir nicht so viel Zeit hatten, wird das mal ein späteres Ziel werden. 200 ist übrigens die Spitzenzahl der an Land kommenden Pinguine! Als Abschluss unserer Tour fuhren wir zum Waitaki Valley zu den Elephant Rocks. Ähnlich wie am Strand, wieder Felsen – diese Felsen sind aber viel, viel größer. Eine sehr schöne Landschaft mit den Bergen im Hintergrund! So viel zu unseren Ausflügen…
Ab nächster Woche (Dienstag 27.03.) gehört Jennifer dann zur arbeitenden Bevölkerung, sie hat dem Vertrag zugestimmt! Um 8:30 Uhr geht es los… Bin mal gespannt, wie sie sich da so einarbeiten wird und was sie für Aufgaben übertragen bekommt.
Das Studium nähert sich langsam aber stetig dem Ende, noch 2 Wochen und dann noch eine Woche Examen (6 Stück in einer Woche!) und das war es dann auch schon für Module 1. Wenn ich bedenke, dass wir schon ein 4rtel Jahr hier sind... die Zeit verfliegt nur so. Leider ist es wohl nichts mit der Hoffnung, dass die kommenden Module etwas lockerer werden, zumindest konnten uns das die ehemaligen Studenten nicht bestätigen. Na mal sehen...
Am Wochenende geht es dann mal wieder zum Rugby und ein BBQ ist auch geplant, man muss ja auch mal was anderes machen!

 

09.03.2007:
Nach den letzten ziemlich stressigen Wochen ist jetzt erst einmal kurz Luft holen angesagt. Das Wochenende wird dementsprechend auch aussehen – Partywochenende mit den Kommilitonen! Das haben wir uns aber verdient, denn man kann nicht immer bis in die Nacht hinein Lernen, am Wochenende noch ackern und sich nebenbei auf zwei Prüfungen vorbereiten (die dummerweise noch am selben Tag stattfanden) und diverse Präsentation… Lief aber bisher alles recht gut, wenigstens etwas. Danach geht es dann in den Endspurt des ersten Moduls, die abschließende Examen Woche ist dann ab dem 16.04. und dann ist erst mal eine Woche Urlaub!

Das letzte Rugby-Spiel der Highlanders war ein echt cooles Spiel bei genialem Wetter und mit super Stimmung (und natürlich mehreren Bierchen)! Ist ja auch kein Wunder wenn die Highlander das Heimspiel gewinnen (35:24) – da tobt die Masse auf der Stehtribüne. Heute haben sie gerade das zweite Heimspiel gewonnen, zu Hause sind wir eine Macht!
Apropos Sport, zum Basketball spielen bin ich noch nicht gekommen. Die Uni-Liga ist wohl völlig überlaufen, aber eigentlich soll da jeden Abend ein Spiel in der Halle sein. Mal sehen, wann ich da mal hinkomme... Wir haben allerdings ein kleines Fitnessstudio im MBA-Gebäude und wir gehen öfter mal am Strand laufen, das ist natürlich genial hier!

Nach solchen Erlebnissen geht es aber gleich weiter mit dem Studium und während ich fleißig in der Uni sitze, erlebt Jennifer hier die tollsten Dinge. Eines Nachmittags schwimmen, oder besser jagen 1000 Dusky Dolphins mit Saltos ohne Ende direkt vor unserem Fenster entlang. Stand am nächsten Tag gleich auf der Titelseite der Tageszeitung. Und ich habe es verpasst… Ein anderes Mal düst sie mit dem Fahrrad auf der Halbinsel herum und ich kann mir die tollen Geschichten immer nur anhören. Aber das wird ja auch bald ein Ende haben, denn wenn nichts mehr dazwischen kommt, unterschreibt sie in den nächsten Tagen einen Arbeitsvertrag als Bauzeichnerin und fängt dann am 27. März mit der Vollzeitstelle an. Zur Feier des Tages waren wir dann gestern mal wieder am Albatross Center, diese Vögel muss man wirklich mal gesehen haben! Zumal wir ihnen diesmal beim Starten und Landen zusehen konnten und auch ihre Jungen sahen… Das kostet zwar Eintritt, aber es lohnt sich.

Wie gewohnt gibt es hier dann wieder die aktuellsten Photos!

 

21.02.2007:
Seit letzter Woche ist es echt heftig mit dem Studium. Im Durchschnitt sind jetzt pro Woche vier Assignments oder auch Papers auszuarbeiten und der Lesestoff bleibt natürlich gleich... Und manch ein Professor setzt Dinge voraus, von denen habe ich im Leben noch nichts gehört… aber das geht jedem so, von daher ist es auch ok. Und die Hauptsache ist, Spaß macht es auch!

Nun zu unseren Erlebnissen der letzten Tage… vor dem Irrsinn im Studium... Wir besuchten das Aquarium von Portobello, von dem wir aber recht enttäuscht waren, da es sehr klein ist und nicht so viel bietet, wie wir erwartet hatten. Interessant ist aber der „Pond“, in dem sich Seesterne, Muscheln usw. befinden, die man alle berühren darf! Und diesen Samstag ließ ich Uni mal Uni sein und wir nutzen den genialen Sommertag so richtig aus. Vormittags ging es erst einmal auf den Wochenmarkt von Dunedin, der sich am Bahnhof befindet. Dort gibt es immer ein riesiges Angebot von hauptsächlich Obst und Gemüse mit super Qualität! Das ist nämlich gar nicht  so einfach hier, gute Qualität bei allen möglichen Dingen zu bekommen! Die exportieren einfach alles Gute... Bei den Erdbeeren konnten wir dann nicht widerstehen. Am Nachmittag fuhren wir wieder auf die Peninsula, machten auf dem Sandymount eine sehr schöne Wanderung und anschließend liefen wir noch den Ridge Track entlang zur Sandfly Bay, um eventuell wieder Pinguine zu beobachten. Nach einer halben Stunde ohne Erfolg in der Beobachtungshütte, machten wir uns, schon etwas enttäuscht, auf den Rückweg. Und was sehen wir dabei? Einen Pinguin, der da seelenruhig am Strand rum steht, sich putzt und dabei überhaupt nicht stören lässt. Was für ein Erlebnis! Photos davon und auch ein paar neue Videos an gewohnter Stelle... Abends sind wir noch in die Stadt, um uns mit Freunden auf ein Bierchen zu treffen. Und Mitternacht gab es ein Feuerwerk, da Chinese Happy New Year gefeiert wurde. Da war echt was los in der Stadt! Das war also der freie Tag in der letzten Woche :-)

Diese Woche haben sich hier übrigens 20.000 Studenten eingeschrieben! Was das für ein Chaos ist, das kann man sich ja wohl vorstellen. Dazu sind dann noch jeden Abend der so genannten Orientation Week ein paar Partys... und unsereins sitzt an einem tollen Essay über Makro Ökonomie!
Hier ist es dann auch noch Brauch, Abends die Couch vor dem Haus anzuzünden, es ist ja ansonsten zu kalt und sowieso alle Bierflaschen grundsätzlich auf die Strasse zu deppern. Mir als Fahrradfahrer macht das dann natürlich am kommenden Tag richtig Spaß durch die Straßen zu fahren, drei Platten hatte ich schon...
Am kommenden Wochenende werden wir uns dann mal den verrückten Horden anschließen und ins Rugby-Stadium gehen.

 

10.02.2007:

So, nun hat das Studium so richtig angefangen! Die 70 bis 80 Wochenstunden waren leider nicht gelogen, bisher macht es aber auch viel Spaß. Trotz des Studiums finden wir immer noch Zeit für Ausflüge… Strandwanderung am so gut wie menschenleeren Victory Beach, den wir uns ansonsten nur mit Seelöwen teilten. Erneute Fahrt zu den Albatrossen (wo auch das Video entstand) mit unbeschreiblichen Beobachtungen. Die Albatrosse sind echt so dicht an uns vorbei geflogen, dass man den Mund vor lauter Staunen nicht mehr zu bekam. Unsere aktuellste Tour war eine Fahrt mit der Taieri Gorge Railway Richtung Landesinnere nach Middlemarch. Die Tour war echt super, allerdings sollte man drauf achten, dass man in Fahrtrichtung Middlemarch einen Platz auf der rechten Seite reserviert, da dies die eindeutig bessere Blickrichtung ist! Ansontsen hatte ich nun auch meine ersten Surferlebnisse und es macht echt Laune! Wenn Zeit bleibt, werde ich mich mal zu einem Kurs an der Uni einschreiben und das gute Wetter etwas ausnutzen. Das Wetter ist nämlich nun endlich besser geworden und man kann nun tatsächlich von Sommer reden.
Die Rugby-Saison hat jetzt auch angefangen, so dass wir uns schon ein paar Spiele der Super14 im Fernsehen angesehen haben. Am 24.02. spielen die Highlanders aus Otago in Dunedin, da werden wir dann wohl mal hingehen. Trotz Unistress haben wir dann auch meinen Geburtstag etwas gefeiert, lustigerweise hat eine Kommilitonin am gleichen Tag wie ich Geburtstag! So haben wir dann abends zusammen gefeiert.

Im Gegensatz zu Euch hatten wir hier übrigens schon einen Feiertag, den Waitangi Day! Ansonsten gibt es nichts mehr zu berichten, außer, dass Jennifer gerade Fahrstunden nimmt, um sich gut durch den Linksverkehr zu schlagen und auch so wieder fit im Autofahren zu werden… Sie hat mich nun sogar schon einmal von der Uni abgeholt!
 

21.01.2007:
So, die erste Woche in der Uni ist überstanden. Wenn das die Orientierungswoche sein sollte... das kann ja heiter werden! Kommende Woche sind dann noch einmal jeden Tag Vorbereitungskurse für Mathe, Statistik und Financial Accounting und dann geht es so richtig los. Bisher ist es immer noch so ein Urlaubsgefühl hier zu sein, aber das wird sich dann wohl ändern. Die Leute aus dem MBA-Studium sind durch die Bank nett und im Rahmen von einigen Gruppenaktivitäten haben wir uns schon ganz gut kennengelernt. Einen Tag gab es ein schönes BBQ, dann haben wir alle zusammen gekocht oder waren auch mal zu einem ersten Bierchen in einer Studentenkneipe. Jennifer war auch manchmal dabei und musste so schon ganz viel Englisch sprechen.
Ansonsten waren wir für einen Day-Trip in den Catlins südlich von Dunedin und haben Pinguine, Seelöwen und Seerobben beobachtet, mal ganz abgesehen von den vielen interessanten Vögeln. Die steilste Strasse der Welt, die Baldwin Street ist übrigens auch in Dunedin und die sind wir auch einmal zu Fuß hochgegangen. Die aktuellen Photos zu den Aktivitäten findet ihr wie immer in der Photogallerie unter MBA.
 

13.01.2007:
Nach über 27 Stunden reiner Flugzeit sind wir gut angekommen. Wir haben uns danach schon etwas in Dunedin eingelebt, es ist wirklich schön hier - so viel kann man jetzt schon sagen. Nur das Wetter ist nicht ganz so wie erwartet. Bisher hatten wir erst einen richtig schönen Sommertag und dafür dass hier Sommer sein soll... nun ja, kann ja noch werden. Das Haus ist dafür aber mindestens so genial wie von den Photos her zu erwarten war und wir fühlen uns hier so richtig wohl. Jetzt ist es auch schon ganz nett eingerichtet, nur ein paar Kleinigkeiten fehlen nun noch. Fahrräder und ein Auto haben wir nun auch schon und sind so jetzt auch mobil. Apropos Fahrrad, das wird noch ein Spaß werden! Als Flachländer bin ich ja keine Berge gewohnt und die gibt es hier in Massen. Positiv ist, der Weg zur Uni ist kein Problem... geht nur bergab. Das Ganze hat nur einen Haken... nun ja, man wird sich wohl dran gewöhnen. Die Uni selbst und auch mein zukünftiges Gebäude habe ich mir auch schon mal angesehen, sehr nett. Wir haben eine eigene Küche, Aufenthaltsraum (SkySport!) und einen modernen Unterrichtsraum. Ich bin dann ja mal auf die ersten Wochen gespannt.
 

September 2006:
Das Studium hat ja nun gerade erst angefangen, daher werde ich darüber später noch einmal ausführlich berichten. Die Vorbereitungen für ein MBA-Auslandsstudium sind allerdings so umfangreich, dass es darüber schon genug zu erzählen gibt. Wer etwas Ähnliches planen sollte, ich kann nur empfehlen, möglichst frühzeitig mit den Vorbereitungen anzufangen. Wenn jemand Fragen oder Anregungen hat, dann kann er mich natürlich gerne kontaktieren.

Als erster Schritt nimmt die Auswahl der geeigneten Hochschule/n schon viel Zeit in Anspruch. Zur Auswahl der richtigen Hochschule gibt es viel Hilfe im Internet aber besonders auch in diversen Büchern genau zu dem Thema. Ich fand auch die diversen Rankings (u.a. The Economist und FTD) sehr hilfreich. Die Entscheidung sollte reiflich überlegt sein, denn was man schnell merkt ist, dass MBA nicht gleich MBA ist. Mir wurde diese Differenzierung nun schon mehrfach bestätigt, gerade auch seitens potentieller Arbeitgeber und Alumni. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Hochschulen sehr viel Anstrengung in eine gute Platzierung in den oben genannten Rankings zu erreichen. Hinzu kommt, dass man dann zwischen 12 und 24 Monaten in dem Land verbringt und für mich persönlich war dies auch sehr entscheidend. Ein „normaler“ MBA dauert 24 Monate, wegen der hohen Nachfrage gibt es jetzt aber auch sehr viele verkürzte Programme, zum Teil dann sogar in 12 Monaten - bei gleicher Menge Unterrichtsstoff wohlgemerkt. Als letzter Punkt zu der Auswahl der Hochschule kommt dann natürlich der Preis. Die Gebühren für ein MBA-Studium reichen von ca. 5 TE bis zu 60 TE für das komplette Programm. Dabei ist es so, dass man als einheimischer Student deutlich weniger bezahlt, als ein internationaler Student. Bei Neuseeland ist es nun so, dass Deutschland, Frankreich und Neuseeland ein Abkommen haben, dass alle Studenten die einheimischen Gebühren zahlen. Dies, das interessante Curriculum und die guten Rankings unter den Top 100 weltweit in den vergangenen Jahren gaben für mich schließlich den Ausschlag für die UO in Dunedin.
Wenn man sich dann erst einmal für eine Hochschule entschieden hat, geht das meist doch recht langwierige Bewerbungsverfahren los. Als größte Hürde sehen die meisten Bewerber (ich auch) den GMAT-Test an, der nun an allen renommierten Hochschulen Pflicht ist - und zwar mit einem guten Ergebnis (mindestens > 600 Punkte). Der GMAT ist kurz gesagt ein Test, der sowohl die fortgeschrittenen Englischkenntnisse als auch logische Denkweise abfragt. Zur Vorbereitung auf den Test sollte man schon ein paar Monate einplanen, es gibt aber auch relativ teure Crash-Kurse von diversen Anbietern. Ansonsten gibt es auch hierfür im Internet Massen an Infos, Vorbereitungsmaterial und Übungs-Tests.
Als weitere Voraussetzung muss man auch einen Sprachtest (TOEFL oder IELTS) mit einer sehr guten Punktzahl absolvieren. Zusätzlich verlangen meines Wissens nach alle führenden Hochschulen eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren. Hier an der University of Otago hat es sich allerdings herausgestellt, dass auch maximal drei Studenten der eigenen Hochschule direkt nach einem Bachelor Studium in den MBA einsteigen können. Wie das an anderen Hochschulen gehandhabt wird kann ich nicht sagen.
Als nächstes muss eine Bewerbungs-Mappe angefertigt werden, die die ausgefüllten Bewerbungsformulare der Hochchule, alle Zeugnisse + Transcript (übersetzt), mindestens zwei Empfehlungen (möglichst Arbeitgeber und ehemaliger Professor), ein Motivationsschreiben, die Testergebnisse und mehrere Essays (je nach Hochschule) enthält.
Sollten darin alle formalen Dinge korrekt sein, kommt man in das Auswahlverfahren, was dann eigentlich meist recht schnell geht. Wenn man erst einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen ist, dann ist man zu 90% durch und muss sich wohl schon ziemlich doof anstellen, um das noch zu vermasseln.

Sollte man sich dann für den Schritt entschieden haben (immerhin 16 Monate kein Gehalt, weg von Familie und Freunden, etc.), dann hängt es wohl sehr von einem selbst ab, wie viel Stress man sich mit den dann anfallenden Dingen (Kündigung, Auszug, …) macht.
Als letztes Hindernis steht dann eigentlich nur noch die Beschaffung des Visa im Weg. Für Neuseeland musst ich dafür ein sehr ausführliches Gesundheitszeugnis ablegen und wieder mal viel Papierkram erledigen, aber im Grunde genommen ging alles recht schnell.

 

 

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Stand: 18.10.08